Abreibung in Köln besiegelt Abstieg der Eislöwen aus der DEL! "Es ist schwer in Worte zu fassen"

Köln/Dresden - Auch wenn DEL-Spitzenreiter Köln nicht der Maßstab ist, aber die Haie zeigten daheim vor 18.600 Zuschauern in der Lanxess Arena den Dresdner Eislöwen die Defizite in der Abwehrarbeit beim 2:7 (0:2, 1:5, 1:0) wieder auf!

Eislöwen-Talent Ivan Komirist (r.) hatte es am Mittwoch bei seinem Profi-Debüt gleich mit einem großen Kaliber zu tun: Hier versucht er gegen Kölns Top-Mann Park.
Eislöwen-Talent Ivan Komirist (r.) hatte es am Mittwoch bei seinem Profi-Debüt gleich mit einem großen Kaliber zu tun: Hier versucht er gegen Kölns Top-Mann Park.  © Imago/Revierfoto

Keine 24 Minuten waren von der Uhr, da nahm Eislöwen-Coach Gerry Fleming bereits Goalie Jussi Olkinuora nach einem Fehler vom Eis. Es stand 0:3. Janick Schwendener kam.

Der Coach erhoffte sich eine Reaktion seiner Mannschaft, die ihren Schlussmann allein gelassen hatte und den Kölnern zu viel Platz bot. Am Ende des Mittelabschnitts hieß es aber 1:7. Noch Fragen? Den Ehrentreffer hatte Ricardo Hendreschke (33.) zum 1:4 erzielt. Trevor Parkes (41.) sorgte im Schlussdrittel für den 7:2-Endstand.

Die Saison können die Dresdner abhaken, mit der Pleite und dem gleichzeitigen 4:1-Sieg der Löwen Frankfurt gegen die Fischtown Pinguins sind sie nun auch offiziell abgestiegen.

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Umso wichtiger ist es, die richtigen Schlüsse für die kommende Spielzeit zu ziehen. Ein Grund, weshalb ein 17-Jähriger ausgerechnet im größten Eishockey-Tempel von Deutschland sein Eislöwen-Debüt gab: Ivan Komirist.

Der Verteidiger gilt als Talent und erhält ab August einen Zweijahresvertrag an der Elbe. "Ich bin ein bisschen aufgeregt. Freue mich aber eher, als dass ich Angst davor habe", meinte er vor der Partie.

Eislöwen-Boss Maik Walsdorf kämpft mit den Tränen

Maik Walsdorf nahm der sportliche Abstieg der Eislöwen aus der DEL am Mittwochabend mit. (Archivfoto)
Maik Walsdorf nahm der sportliche Abstieg der Eislöwen aus der DEL am Mittwochabend mit. (Archivfoto)  © Lutz Hentschel

Er kam am Ende auf acht Minuten Eiszeit und hatte zwölf Wechsel - welch Wunder bei der Anzahl an Gegentoren, er war an keinem beteiligt.

Ein Mann aus dem eigenen Nachwuchs? Jein! Die Dresdner gehen auch längst auf Einkaufstour, um gute, junge Spieler für die DNL-Teams zu haben. 2024 ging ihnen der Esslinger aus dem Mannheimer Adler-Nachwuchs ins Netz und wechselte in die U17 der Eislöwen.

Ihn meinte Kapitän Niklas Postel sicher nicht, als er nach der 2:7-Klatsche sprachlos am MagentaSport-Mikro stand: "Es gibt nicht viel schönzureden. Es stört mich am allermeisten die Art und Weise. Das war nicht in Ordnung. Wir wollten anders nach der Pause auftreten."

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"Es ist schwer in Worte zu fassen", so Geschäftsführer Maik Walsdorf. "Da muss man tief durchatmen, um nicht in Tränen auszubrechen. Es ist sehr, sehr hart, dies akzeptieren zu müssen."

Titelfoto: Imago/Revierfoto

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