Dresden - Ist Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf (38) ein Zauberer? Obwohl der Club in seiner DEL-Premieren-Saison sang- und klanglos unterging, stehen Fans und Sponsoren hinter ihm und sind bereit für den Neuangriff. "Ich glaube, es liegt daran, dass wir zeigen konnten: Wir haben alles gegeben", so Walsdorfs Erklärungsversuch.
"Jeden Tag" habe er sich mit dem Team der "Herausforderung gestellt, was wir besser machen können". Seine wirtschaftlichen Zahlen sind zauberhaft. Stieg die Düsseldorfer EG vergangenes Jahr mit einem Minus von 30 Millionen Euro ab, schrieben die Eislöwen trotz der sportlichen Pleite schwarze Zahlen.
"Ich bin kaufmännisch vorsichtig. Aber wir können davon ausgehen, dass wir ein Polster mitnehmen." Wie groß dieses ist, zeigt sich beim Jahresabschluss zum 30. April. Fest steht: Die Saison war eine der Rekorde. Über 140.000 Zuschauer kamen zu den Heimspielen (Auslastung 98,41 Prozent). Der Umsatz lag laut Walsdorf "bei 8,5 bis 9 Millionen Euro".
Beim MagentaSport gehörten die Eislöwen-Partien zu den Top sechs. Bei Instagram & Co. hatte der Club 56 Millionen Aufrufe. Und der Boom geht weiter.
"Für die kommende Spielzeit haben wir bereits 1319 Dauerkarten verkauft. Das zeigt, dass wir ein extrem hohes Interesse entwickeln konnten. Die Fans zur Stange halten", so Walsdorf.
Gregory Kreutzer vor Wechsel zu den Eislöwen?
Wie geht's sportlich weiter? Wer geht, wer kommt? Fragen, auf die Sportdirektor Jens Baxmann (40) noch keine klaren Antworten geben will. Bei der Abschiedsparty (27. März/17 Uhr in der Arena) sollen die ersten Abgänge vermeldet werden. Einer ist Matthias Pischoff (21).
Der Stürmer will nach Düsseldorf zurückgehen. Aus Crimmitschau kommt laut TAG24-Informationen Verteidiger Gregory Kreutzer (25). Baxmann: "Wir werden den neuen Kader nicht aufblähen. Und streben auf der Torhüterposition eine deutsche Lösung an."
Heißt: Neben Routinier Janick Schwendener (33) wird wohl ein talentierter Goalie kommen, keine gleich starke Nummer eins.