Rucksack der Eislöwen wird immer schwerer: "Gesamte Situation schwierig"

Dresden - Elf Spiele haben die Dresdner Eislöwen noch Zeit, das Wunder vom Klassenerhalt in der DEL zu schaffen. Nach der Leistung am Sonntag gegen Mannheim (2:6) glauben jedoch die Wenigsten daran, dass das Team von Trainer Gerry Fleming (58) den Turnaround irgendwie schaffen kann.

Eins der sechs Gegentore gegen die Adler aus Mannheim: Eislöwen-Goalie Janick Schwendener (33) rutschte der Puck durch die Hosenträger.
Eins der sechs Gegentore gegen die Adler aus Mannheim: Eislöwen-Goalie Janick Schwendener (33) rutschte der Puck durch die Hosenträger.  © Thomas Heide

Den Spielern selbst bleibt aber gar nichts anderes übrig, auch wenn der Rucksack immer schwerer wird, die mentale Herausforderung Woche für Woche enorm ist.

"Die gesamte Situation ist schwierig. Wir waren alle schon mal irgendwo in Teams, die weiter unten standen, wir haben es hier selbst vor zwei Jahren mit ein paar Jungs erlebt. Es ist nie eine einfache Zeit, auch mental. Ich glaube trotzdem, dass unsere Gruppe, auch mit dem Trainerteam, das ganz gut verkraftet, sich immer wieder neu vorbereitet", erklärt Bruno Riedl (23).

Er war in der vierten Reihe neben Ricardo Hendreschke, Connor Korte (beide 22) und Sebastian Gorcik (30) von der Trainerkritik nach dem Spiel ausgenommen. Der Coach hatte sein Team vor dem aggressiven Auftreten der Adler gewarnt, offenbar fand er damit jedoch nur bei den Genannten Gehör.

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"Wir haben uns gegenseitig nicht geholfen, wir haben die Zweikämpfe nicht gewonnen, haben die Chancen nicht genutzt, waren nicht schnell genug", war die Mängelliste des Kanadiers lang. Dafür bekam die vierte Reihe ein Extra-Lob. "Sie haben heute einen tollen Job gemacht."

Eislöwe Riedl hofft auf Punkte gegen Iserlohn Roosters

Lässt trotz Krise den Kopf nicht hängen: Eislöwe Bruno Riedl (23).
Lässt trotz Krise den Kopf nicht hängen: Eislöwe Bruno Riedl (23).  © Lutz Hentschel

Am Freitag steht das vorerst letzte Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters an, bevor die Eislöwen dreimal auswärts ranmüssen.

"Es ist nicht ein Top3- oder Top4-Team der Liga, sondern eins, das wir vor der Saison eigentlich hinter uns lassen wollten. Sicherlich ist da ein bisschen extra Motivation da, um zu zeigen, dass wir gegen sie bestehen und drei Punkte holen können", blickt Riedl voraus.

Wäre gegen den Drittletzten der Tabelle auch dringend nötig, wenn irgendein Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt noch erhalten bleiben soll.

Titelfoto: Fotomontage (2):Thomas Heide,Lutz Hentschel

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