Nach dem Höhepunkt kommt der Liga-Alltag: Ist die Eislöwen-Luft jetzt raus?
Dresden - Die Augen glänzten, die Gesichter strahlten: Das Winter Game hat alle Eislöwen begeistert. Aber schon Stunden nach dem Feuerwerk machte sich irgendwie eine gewisse Leere breit. War der erste Höhepunkt des Jahres gleichzeitig der letzte? Können sich die Dresdner im Abstiegskampf noch einmal aufraffen? Fragen, die sie nun im Liga-Alltag beantworten müssen.
"Die Atmosphäre war elektrisierend, so etwas habe ich in meiner Trainerlaufbahn noch nie erlebt", war Eislöwen-Coach Gerry Fleming (58) begeistert.
"Wir haben Spaß gehabt auf dem Eis. Sportlich gesehen haben die Jungs hart gearbeitet und alles umgesetzt, was wir verlangt haben. Wir haben gekämpft. Auch wenn ein Fehler zuletzt sofort bestraft wurde, hat das Team wieder großen Einsatz und Charakter gezeigt und sicher auch mehr verdient gehabt", schätzte er das 2:3 (n.V.) ein.
Doch der Abend war eben der Höhepunkt der Dresdner, auf den alle seit Monaten hinfieberten. Er endete "nur" mit einem Punkt. Und was kommt jetzt? Noch 13 Spiele sind in der Hauptrunde zu absolvieren, zwölf Punkte hat das Schlusslicht Rückstand auf den Vorletzten Frankfurt.
Fünf Partien sind es noch bis zur Olympia-Pause, ab dem 25. Februar stehen noch acht an. Es wäre nur allzu menschlich, wenn die Luft raus wäre, die Eislöwen nicht mehr an die 100 Prozent herankommen würden.
Dresdner Eislöwen haben dicke Brocken vor der Brust
Fleming wird dem natürlich entgegenwirken. "Wir werden alles geben und alles reinwerfen in den Partien, die noch ausstehen, egal ob bis oder nach der Olympia-Pause", ist er sich sicher, dass seine Mannschaft bis zu Schluss kämpfen wird.
"Ich weiß, dass mein Team aus guten Spielern besteht. Wir liefern durchaus gute Spiele ab, die Jungs haben sich verbessert in den letzten Wochen", sagte er und ergänzte: "Mehr kann man am Ende des Tages nicht tun und dann werden wir sehen, was dabei herauskommt."
Ob er mit seinen Worten richtig liegt, wird schon das Wochenende zeigen. Am Freitag ist Dresden beim Tabellendritten in München zu Gast, am Sonntag kommt der Zweite Mannheim.
Titelfoto: City-Press/PR
