Augsburg - "Wow!" Das sagte Eislöwen-Verteidiger Oliver Granz, als er zum dritten Mal in die Kühlbox musste. Behinderung wurde ihm vorgeworfen. Die Schiris nahmen es sehr genau, aber behielten ihre Linie. Und leider saß der 28-Jährige ganze zwölf Sekunden, da klingelte es im Dresdner Gehäuse. Am Ende stand's 3:6 (2:1, 0:3, 1:2), weil die Augsburger Panther Donald D.J. Busdeker hatten!
Dabei ging's nach einer Sturmphase der Gastgeber gut los für die Eislöwen. "Wahrscheinlich hatten wir bisschen Glück. Einmal lag die Scheibe auf der Linie", so Kapitän Niklas Postel.
Seine Kollegen konnten diese von der Linie kratzen und vorn bekam die Scheibe Sebastian Gorcik (5.) an den Schlittschuh, nachdem Dane Fox zum Schuss ausgeholt hatte - 1:0.
Vier Minuten später ein guter Forecheck von Trevor Parkes. Dadurch konnte Austin Ortega die Scheibe erbeuten, Pass auf Lance Bouma - 2:0.
Augsburg war in der Saison einer der wenigen Lieblingsgegner der Dresdner. Am Freitagabend auch? Riley Damiani (11.) konnte in Überzahl dann verkürzen und Postel meinte zur Pause: "Müssen hinten schauen, strukturiert besser stehen und nicht nur versuchen, auf Konter zu spielen."
Dresdner Eislöwen brechen nach der ersten Drittelpause ein
Nach der Pause brach sein Team aber ein. Fand defensiv gar keinen Zugriff, war oft zu spät und kassierte dadurch Strafen. Und es schlug die Stunde von D.J. Busdeker. An allen Panther-Treffern war er beteiligt.
Thomas Schemitsch (27.), D.J. Busdeker (34.), Cody Kunyk (38.) und wieder D.J. Busdeker (44./52.) stellten auf 2:6. Ortega gelang mit seinem 20. Saisontreffer Ergebniskosmetik in der 58. Minute.
Das Fazit von Granz: "In Unterzahl haben wir's verloren. Wir waren 2:0 vorn, dann nehmen wir so viele dumme Strafen - auch ich. Den Stecker haben wir uns selber gezogen. Wieder konnten wir den mitgereisten Fans nichts bieten."