Dresden - Er war in vielen Spielen einer der wenigen Lichtblicke bei den Dresdner Eislöwen, zeigte starke Leistungen und er wird weiterhin für den Klub im Tor stehen - auch im Falle des Abstiegs in die DEL2! Goalie Janick Schwendener (33) hat seinen Vertrag beim (Noch)-Erstligisten verlängert. Das teilten die Löwen am Mittwoch mit.
"Janick ist für uns viel mehr als 'nur' ein Torhüter. Er ist über Jahre ein Gesicht dieses Clubs geworden, ein absoluter Teamspieler und ein Bindeglied zwischen Mannschaft, Staff und Fans. Gerade jetzt, wo wir sportlich schwere Wochen erleben, brauchen wir Typen, die sich klar zu den Eislöwen bekennen und vorangehen. Dass Janick einen ligaunabhängigen Vertrag unterschreibt, ist ein starkes Signal – nach innen wie nach außen. Mit seiner Verlängerung wollen wir auch den Fans zeigen: Wir arbeiten weiter konsequent an einer erfolgreichen Zukunft der Eislöwen", erklärte Sportdirtektor Jens Baxmann (40), der seit Anfang Januar im Amt ist.
Schwendener stand erst am Dienstag bei der 1:4-Pleite in Ingolstadt im Kasten, bewies trotz vier Gegentreffer aber einmal mehr, dass die sportliche Misere nicht an ihm festzumachen ist. "Dresden ist für mich in den letzten Jahren zu einer zweiten Heimat geworden. Ich identifiziere mich voll mit dem Club, der Stadt und unseren Fans", erklärte der im schweizerischen Chur geborene Torhüter.
"Natürlich ist die aktuelle sportliche Lage alles andere als einfach, aber genau in solchen Phasen zeigt sich, wie sehr man zusammensteht. Ich möchte ein Teil dieses Weges bleiben, Verantwortung übernehmen und mithelfen, dass hier wieder neue Energie und Begeisterung entstehen. Dass der Vertrag für beide Ligen gilt, war mir wichtig – ich stehe zu den Eislöwen, egal in welcher Liga wir spielen", machte der 33-Jährige bei seiner Verlängerung klar.
Schon in den vergangenen Jahren stellte Schwendener seine Loyalität und sei Engagement unter Beweis, nahm auch die Rolle im zweiten Glied an, wenn Vereinsführung oder sportliche Leitung so entschieden hatten.
Janick Schwendener kam 2021 von den Iserlohn Roosters zu den Dresdner Eislöwen
Nun hält er den Eislöwen weiterhin die Treue, obwohl er mit Sicherheit auch über andere Angebote verfügte.
"Wenn ich sehe, wie uns die Fans trotz allem unterstützen, gibt mir das enorm viel Motivation. Ich freue mich auf viele weitere gemeinsame Momente – und ich bin überzeugt, dass wir zusammen wieder bessere Zeiten erleben werden", blickt er schon einmal in die Zukunft.
Der Schweizer kam bislang in 18 DEL-Spielen zum Einsatz. Nach Dresden kam er 2021 von den Iserlohn Roosters und absolvierte seitdem insgesamt 173 Partien für die Eislöwen, die meisten Spiele, die jemals ein Goalie für den Verein gemacht hat. Dabei feierte er 95 Siege, ebenfalls Bestwert.
Schwendener wird eine wichtige Stütze sein, um die der Verein nach dem drohenden Abstieg in die DEL2 mit Sicherheit ein veränderten Team bauen wird. Mit einem größeren Umbruch ist zu rechnen.