Katastrophale Eislöwen! Fleming-Team geht gegen die Adler Mannheim baden

Dresden - Die Dresdner Eislöwen haben sportlich leider nichts in der DEL zu suchen, das stellten sie am Sonntag vor ausverkauftem Haus (4412 Zuschauer) eindrucksvoll unter Beweis.

Was die Dresdner Eislöwen am Sonntag ihren Fans boten, war über weite Strecken gruselig.  © Thomas Heide

Mit einem erschreckenden Auftritt gingen sie gegen die Adler Mannheim mit 2:6 (0:2, 0:2, 2:2) baden. Nicolas Mattinen (4. Minute), Matthias Plachta (6.), Maximilian Heim (35.), Justin Schütz (39.), Marc Michaelis (46.) und erneut Schütz (46.) erzielten die Tore, ehe Ricardo Hendreschke beim 1:6 (47.) und Austin Ortega beim 2:6 (58.) zu den Ehrentreffern kamen.

"Kompliment an meine vierte Reihe, sie haben heute einen tollen Job gemacht", waren die Worte von Trainer Gerry Fleming nach der Partie und damit war eigentlich alles gesagt, denn was die drei Reihen davor anboten, war gruselig.

Die 800 Fans aus Mannheim, die per Sonderzug nach Dresden gekommen waren, hatten allen Grund zum Feiern, während die Anhänger der Eislöwen gleich im ersten Drittel richtig starke Nerven brauchten.

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Was ihre Lieblinge anboten, war desaströs. Und das, obwohl der Coach sie vor der Partie warnte, dass Mannheim nach der Niederlage gegen die Dresdner Anfang Januar dieses Mal mit aggressivem Forechecking ins Spiel starten würde. So kam es auch, doch seine Eislöwen wirkten wie gelähmt.

Sie waren dem Dauer-Druck der Adler überhaupt nicht gewachsen, schafften es bis zur 15. Minute ganze vier Mal, sich aus dem eigenen Drittel zu befreien und so etwas wie einen Angriff zu starten.

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Das einzig Erfreuliche am Abend: Dresdner Ricardo Hendreschke erzielt ein Tor

Das Tor des Dresdners Ricardo Hendreschke (l.) war noch das Positivste am Abend.  © Thomas Heide

Mannheim führte schnell mit 2:0 nach sechs Minuten, hatte noch zahlreiche weitere Gelegenheiten.

Ortega bekam den Schläger ins Gesicht und musste blutend vom Eis. Die daraus resultierenden vier Minuten Überzahl sorgten für zahlreiche "Oh"- und "Ah"-Schreie, oder "Schieß doch mal"-Rufe in der Arena. Die Pausensirene war für Team und Fans eine Erlösung.

Im zweiten Drittel, in dem Ortega mit Vollvisier zurück auf dem Eis war, nahmen die Gastgeber wenigstens aktiv am Spiel teil, brachten bis zum 0:3 mehr Schüsse aufs Tor. Trotzdem waren die Unzulänglichkeiten an der Scheibe teils haarsträubend. Maximilian Franzreb entschärfte die beste Chance von Andrew Yogan (29.), dann ging es dahin für die Hausherren. Nach dem 0:6 nahm Fleming seinen Goalie Janick Schwendener vom Eis, der einem nur leidtun konnte. Für ihn kam Jussi Olkinuora.

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Das einzige Erfreuliche am Abend: Der Dresdner Riccardo Hendreschke erzielte sein zweites DEL-Tor, bekam dafür Sprechchöre von den Fans, die ab September mit großer Sicherheit wieder in der DEL2 singen.

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