Wo spielen die Eislöwen denn nun kommende Saison? DEL2-Meister Krefeld muss sich entscheiden
Krefeld/Dresden - Beeindruckend, wie die Krefeld Pinguine vom Coach Thomas Popiesch (60) die DEL2-Meisterschaft gewannen. Egal ob im Viertel-, im Halb- oder im Finale gegen Kassel - sie brauchten nur jeweils vier Spiele, um die vier Siege einzufahren. Doch steigen die Rheinländer wirklich in die DEL auf?
KEV-Geschäftsführer Peer Schopp (58) sorgt seit Wochen für ein dickes Problem bei Eislöwen-Sportdirektor Jens Baxmann. "Die neue Saison ist schwer zu planen", gestand der 41-Jährige zuletzt bei der Vorstellung des neuen Trainers Bo Subr (45). "Wir wissen nicht, was Krefeld macht."
Für die verwirrenden Aussagen sorgte zuletzt immer wieder Schopp. Zuletzt meinte er im WDR: "Ich muss sagen, dass wir mittlerweile sehr viel Zuspruch haben und viel Unterstützung aus dem Gesellschafterkreis bekommen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diese Hürde meistern werden. Ich würde sagen, wir sind bei einem 60:40-Szenario. Ich kann es immer noch nicht hundert Prozent versprechen. Aber wir sind auf jeden Fall auf einem sehr, sehr guten Weg."
Klarheit, ob Krefeld aufsteigen wird, es finanziell kann, klingt anders.
Die Folge: Reichen die Pinguine keine Lizenz ein oder bekommen sie nicht von der DEL, "sind wir der erste Nachrücker", so Baxmann. Ein Szenario, das keiner will.
Zumal die Dresdner ihre Kaderplanung übern Haufen werfen müssten. Der Sportdirektor weiß aber auch: "Krefeld fragt bei den Spielerberatern nach Spielern für die DEL."
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Jan Hübner, Lutz Hentschel
