Crimmitschau - Und täglich grüßt das Murmeltier! Letztes Jahr um die Zeit hatten sich die Eispiraten, auch wegen der lang anhaltenden Verletzungsprobleme, mit den Play-downs anfreunden müssen.
Diese Saison lief es über weite Strecken zwar erheblich besser und ein direkter Play-off-Einzug schien möglich, bevor nahezu die komplette erste Reihe wegbrach. Am Dienstagabend droht der erstmalige Absturz auf die Abstiegsränge, wenn in Weiden nicht endlich die Trendwende gelingt.
"Wir sind nicht in der Lage, über 60 Minuten das an den Tag zu legen, was es braucht, um Spiele zu gewinnen", zeigte sich Jussi Tuores (36) nach dem Null-Punkte-Wochenende ernüchtert. Freitagabend gegen Rosenheim (2:4) war Crimmitschau sehr lange auf Augenhöhe. Sonntag in Bad Nauheim (2:4) führte die Tuores-Truppe im letzten Drittel 2:1, bevor sie sich von der 50. bis 53. Spielminute drei Gegentore einschenken und dadurch die Butter vom Brot nehmen ließ.
"Wir lassen uns die Tore zu einfach einschenken, während wir uns schwer tun zu treffen", analysiert Tuores. Eine fünfminütige Überzahl in Bad Nauheim im Mittelabschnitt brachte null Ertrag. Zusätzlich schwächte Goalie Kevin Reich (30) die seinen mit einer dummen Strafe, sodass aus fünf effektiv nur drei Minuten wurden.
"In der Umkleide brauchen wir jetzt Jungs, die aufstehen und Führung übernehmen, um der Gruppe zu helfen, dass bei dem kleinen Kader jeder 100 Prozent gibt", fordert Tuores.
Topscorer Mackin frühestens am Wochenende wieder dabei
Denn von den Verletzten wird Dienstagabend zum Sechs-Punkte-Spiel bei den Blue Devils Weiden niemand zurückkehren. Wenn alles gut läuft, ist Justin Büsing (22) aus Bremerhaven nach auskurierter Gehirnerschütterung dabei.
Mit Topscorer Corey Mackin (30) ist frühestens zum Wochenende hin zu rechnen. Und als wäre all das nicht genug, muss am Dienstag auf die aktive Fanszene verzichtet werden.
Wegen der zum 1. Februar wirksamen Ticketerhöhungen in Weiden boykottiert diese das Derby.