Große Trauer in der Eishockey-Welt: Olympia-Star stirbt mit 35 Jahren an Krebs

Seoul - Die Eishockey-Welt ist erschüttert und trägt Trauer: Mit nur 35 Jahren ist der südkoreanische Nationalspieler Minho Cho gestorben.

Minho Cho (†35, r.) war in seinem Land ein Held und Vorbild für die Eishockey-Jugend.
Minho Cho (†35, r.) war in seinem Land ein Held und Vorbild für die Eishockey-Jugend.  © Brendan Smialowski / AFP

Acht Monate lang kämpfte er gegen den Lungenkrebs an und musste sich am Ende im schwersten Match seines Lebens geschlagen geben.

Seinen Tod bestätigt hat die Internationale Hockey Föderation (IHF) mit einem Tweet, in dem sie schreibt: "Die Eishockey-Familie trauert um den langjährigen südkoreanischen Nationalspieler Minho Cho. Er ist heute an Krebs gestorben, nur zehn Monate, nachdem er sein Team als Kapitän in der finalen Olympia-Qualifikation aufs Feld geführt hat. Ruhe in Frieden."

Im August 2021 fand eben diese Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 statt. Damals hatte Minho Cho bereits mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, doch keiner ahnte, was in den kommenden Monaten auf ihn zukommen würde.

Erst ein paar Monate später erhielt der 35-Jährige die schmerzliche Diagnose, nachdem er von einem Eishockey-Camp in den USA zurückgekehrt war. Von da an begann sein Kampf gegen den Lungenkrebs.

Minho Cho trug sich in die Geschichtsbücher ein, als er bei Olympia 2018 ein Tor schoss

Minho Cho (†35) war der erste Südkoreaner, der im Eishockey ein Tor für sein Land bei Olympischen Winterspielen schoss.
Minho Cho (†35) war der erste Südkoreaner, der im Eishockey ein Tor für sein Land bei Olympischen Winterspielen schoss.  © Brendan Smialowski / AFP

Offenbar war die Erkrankung zu diesem Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten, sodass der Eishockey-Spieler keine Chance auf Heilung mehr hatte.

Am Mittwoch starb er schließlich in einem Krankenhaus in Seoul. Bereits am Freitag soll er beerdigt werden.

Minho Cho trug sein Geburtsjahr 87 als Rückennummer und wurde in seiner Heimat spätestens dann ein Held, als ihm 2018 in Pyeongchang Historisches gelang. Er schoss das erste Tor für sein Land bei Olympischen Winterspielen - und das ausgerechnet in der Heimat. Die Mannschaft war als Gastgeber automatisch qualifiziert.

Im Vorrunden-Spiel gegen Tschechien schoss er seine Mannschaft in der 8. Minute des ersten Drittels mit 1:0 in Führung. Sein Team unterlag am Ende mit 0:1. Es war die erste Teilnahme an Olympischen Spielen im Eishockey für Südkorea.

Bereits 2017 hatte die Mannschaft sich in die Geschichtsbücher eingetragen, als ihr zum ersten Mal der Aufstieg in die A-Gruppe der Weltmeisterschaft gelang.

Auf Vereinsebene spielte er immer in seinem Heimatland und absolvierte dabei 446 Spiele, in denen er 142 Tore schoss und ihm 344 Assists gelangen.

Als Nationalspieler war er von 2008 bis 2019 aktiv und verpasste dabei nur ein einziges Spiel. Er war für die Fans DAS Gesicht des südkoreanischen Eishockeys.

Titelfoto: Brendan Smialowski / AFP

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