Neuer Anbieter, altes Problem: Fans kritisieren die TV-Preise der DEL2!

Wuppertal - In 85 Tagen startet die DEL2-Saison 2024/25. Und während die 14 Teams noch dabei sind, ihren Kader für den Kampf um die Meisterschaft zu formieren, wurde in Wuppertal der vorläufige Spielplan ausgelost. Für Ärger sorgte bei den Fans aber etwas anderes.

Eislöwe Yannick Drews (26, v.l.) darf sich wieder auf ein Auftakt-Duell wie in der Vorsaison mit Rosenheim freuen.
Eislöwe Yannick Drews (26, v.l.) darf sich wieder auf ein Auftakt-Duell wie in der Vorsaison mit Rosenheim freuen.  © Lutz Hentschel

Ab der kommenden Saison werden die Duelle nicht mehr bei SpradeTV live gezeigt, sondern Sportdeutschland.TV hat jetzt die Rechte. Viele Fans erhofften sich im Vorfeld, dass damit die Preise deutlich fallen. Ein Irrglaube!

Wie zuletzt werden für ein Spiel 8,90 Euro fällig. Den Hauptrundenpass gibt's für 449 Euro (beinhaltet alle Spiele der Hauptrunde), den Teampass für 379 Euro (alle Spiele der Hauptrunde eines Teams).

"Sorry Leute, ich dachte, es wird besser im Vergleich zu SpradeTV", kommentierte ein Fan die Preis-Politik. "Was ein Witz. Hoffe, ab 2025/26 übernimmt MagentaSport", meinte ein anderer. Und ein Dritter brachte es auf den Punkt: "Stark 450 Euro, um alle Teams der zweiten deutschen Liga zu sehen. Wie kann es sein, dass die NHL viel billiger mit 90 Euro ist?"

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Kritik, die durchaus berechtigt ist. Gerade wenn man bedenkt, dass die DEL bei MagentaSport derzeit für 7,90 Euro pro Monat im Jahres-Abo zu haben ist und obendrein noch Fußball und Basketball bietet.

DEL2-Klubs profitieren von den hohen TV-Preisen

Wer in der kommenden Saison Zweitliga-Eishockey nicht in der Halle, sondern vor dem Fernseher schauen will, muss dafür tief in die Tasche greifen.
Wer in der kommenden Saison Zweitliga-Eishockey nicht in der Halle, sondern vor dem Fernseher schauen will, muss dafür tief in die Tasche greifen.  © Lutz Hentschel

Allerdings ist nicht Sportdeutschland.TV für die Preise verantwortlich, sondern die DEL2-Klubs. Liga-Geschäftsführer René Rudorisch (45): "Für den großen Teil ist es eine feste Summe im Haushalt, die nicht mehr wegzudenken ist." Das meiste Geld fließt direkt an die Vereine. So bleiben bei denen zwischen 150.000 bis 250.000 Euro hängen.

TAG24 weiß, dass intern dieses Thema diskutiert wird. Lösen lässt sich das Problem der hohen Preise aber nur, wenn die Marketingrechte der DEL2 an einen großen Anbieter verkauft werden.

Was beim neuen DEL2-Streaming-Partner stark ist: 48 Stunden nach Spielende sind alle Partien für den Rest der Saison kostenlos zu sehen. Und direkt nach Spielende gibt's die Highlights kostenlos.

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Der Auftakt-Spieltag ist jetzt schon für die sächsischen Klubs ein Highlight. Die Dresdner Eislöwen empfängt am 13. September Rosenheim, die Eispiraten begrüßen Ravensburg, und die Lausitzer Füchse haben es mit den Kassel Huskies zu tun.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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