Nach Playoff-Aus: Stolz überwiegt bei den Kölner Haien - neuer Goalie im Anflug

Köln - Die Kölner Haie müssen sich im sechsten Spiel der Viertelfinal-Serie gegen die Adler Mannheim geschlagen geben.

Die Enttäuschung nach dem Viertelfinal-Aus ist den Profis der Kölner Haie anzusehen.
Die Enttäuschung nach dem Viertelfinal-Aus ist den Profis der Kölner Haie anzusehen.  © IMAGO / Beautiful Sports

Der Traum von der neunten deutschen Meisterschaft ist für die Kölner Haie geplatzt. Nach der brutalen 3:4-Pleite am Freitagabend in Mannheim verlor der KEC auch sein drittes Heimspiel der Viertelfinal-Serie gegen die Adler und musste sich somit insgesamt mit 2:4 geschlagen geben.

Während die Mannheimer ins Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einziehen, haben die Haie nun Urlaub.

Trotz des bitteren Ausscheidens überwog bei den Domstädtern jedoch eher der Stolz als der Frust. "In den entscheidenden Momenten brauchst du auch ein bisschen Glück. Wir haben in der Serie viele Sachen gut gemacht, gegen eine absolute Top-Mannschaft der DEL. Wir haben sie ganz gut vor Probleme gestellt", lobte Coach Uwe Krupp (57) seine Mannschaft nach der knappen Pleite gegenüber dem "Express".

Kölner Haie treffen weitreichende Personalentscheidung
Kölner Haie Kölner Haie treffen weitreichende Personalentscheidung

Für den früheren Stanley-Cup-Sieger war das Spiel fünf am Freitagabend der entscheidende Moment in der knappen Serie. Da gaben die Haie eine 3:0-Führung in Mannheim aus der Hand. 30 Sekunden vor Schluss lag man sogar noch mit 3:2 vorn, doch ein Doppelschlag der Nationalspieler David Wolf und Nicolas Krämmer binnen 13 Sekunden sorgte für den Erfolg der Adler.

"Die letzten 30 Sekunden im Spiel 5 waren wahrscheinlich entscheidend in dieser Serie", so der 57-Jährige.

Lob von Adler-Trainer Bill Stewart

Adler-Trainer Bill Stewart (65) lobte den Auftritt der Kölner Haie im Play-off-Viertelfinale.
Adler-Trainer Bill Stewart (65) lobte den Auftritt der Kölner Haie im Play-off-Viertelfinale.  © Uwe Anspach/dpa

Lob für die Leistung in der umkämpften Playoff-Serie gab es im Übrigen vom Gegner. "Ich empfinde großen Respekt für Köln, sie haben einen guten Job gemacht. Das war eine sehr, sehr enge Serie. Das war sehr intensiv", ließ Adler-Coach Bill Stewart (65) auf der Pressekonferenz wissen.

Zwar können sich die Haie dafür nichts kaufen, doch der KEC ist wieder wer im deutschen Eishockey.

"Mir tut es leid für unsere Truppe und die Fans – ich denke, wir hatten dieses Jahr ein gutes Ding am Laufen und hätten mit der tollen Mannschaft mehr verdient, aber wir sind auf einen Gegner getroffen", sagte Kapitän Moritz Müller bei Magenta Sport und freute sich über die Unterstützung der zahlreichen Fans in der Arena:

Eishockey: Nächster Meilenstein für diesen Kölner Spieler!
Kölner Haie Eishockey: Nächster Meilenstein für diesen Kölner Spieler!

"Ich denke, dass die Fans zu schätzen wissen, dass wir die gesamte Saison über einen Schritt nach vorne gemacht haben und dass wir mit Anstand gespielt haben. Wir haben die Haie würdig vertreten, von daher gibt’s jetzt auch den Applaus."

Den nächsten Angriff auf die deutsche Meisterschaft und dem damit verbundenen neunten Titel soll es dann in der kommenden Spielzeit geben.

Kampfansage von KEC-Geschäftsführer Philipp Walter

"Es ist extrem bitter, und wir spüren eine große Enttäuschung. Am Ende waren es nur Kleinigkeiten. Aber einige Fans haben mir gesagt, dass wir die Stadt wieder hinter uns gebracht haben. So sehr das gerade schmerzt, das ist ein gutes Feedback", so Geschäftsführer Philipp Walter (49).

Zugleich schickte der 49-Jährige eine Kampfansage für die kommende Saison an die restlichen DEL-Teams: "Wir werden in den nächsten Tagen ruhig analysieren und schauen, was wir besser machen können im nächsten Jahr. Wir haben ein Ziel formuliert: Wir wollen hier Deutscher Meister werden."

Dabei helfen soll wohl ein neuer Goalie. Wie der "Express" berichtet, soll Eisbären-Torwart Tobias Ancicka (22) in die Domstadt wechseln. Dafür werden wohl einige KEC-Profis wie Alexander Oblinger (34) oder Jon Matsumoto (36) gehen müssen.

Titelfoto: IMAGO / Beautiful Sports

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