Planegg - Das ist nicht das Ende, das er sich vorgestellt hat! Der deutsche Skirennfahrer Andreas Sander (36) hat seinen Rücktritt vom Leistungssport bekannt gegeben - seit zwei Jahren hatte er wegen einer schweren Erkrankung keine Rennen mehr bestreiten können.
Das endgültige Ende von Sanders Karriere gab der DSV in einer Mitteilung bekannt, im Rahmen der am Donnerstag startenden Deutschen Meisterschaften wolle er sich vom Rennsport verabschieden.
Sander zählte über mehr als ein Jahrzehnt fest zum DSV-Aufgebot im Weltcup und feierte dabei einige Erfolge: 2021 verpasste er nur um eine Hundertstelsekunde den WM-Titel in der Abfahrt. Zweimal schaffte er den Sprung aufs Weltcup-Podest, nur ein Sieg blieb ihm verwehrt.
2024 wurde er jedoch durch eine schwere Zellerkrankung ausgebremst: Die Ärzte diagnostizierten eine mitochondriale Dysfunktion und erteilten dem 36-Jährigen, der unter anderem an schwerer Erschöpfung und Konzentrationsstörungen litt, ein komplettes Sportverbot.
"Nach meiner Erkrankung habe ich alles versucht, um wieder Leistungssport betreiben zu können", sagt Andreas Sander, der sein letztes Weltcup-Rennen im Februar 2024 bestritt, in der DSV-Mitteilung.
"Zwar geht es mir mittlerweile im Alltag wieder deutlich besser, aber mein Ziel, Rennen auf Weltcup-Niveau zu fahren, ist nach wie vor nicht möglich. Daher habe ich mich jetzt entschlossen, endgültig einen Schlussstrich unter meine Karriere zu ziehen. Ich bin stolz auf das, was ich im Ski-Rennsport erreichen konnte."
Ski Alpin: DSV bedauert Abschied von Andreas Sander
Sander bedankte sich von ganzem Herzen bei allen, die ihn in den vergangenen Jahren unterstützt hatten.
Was die Zukunft für den 36-Jährigen bringen soll, weil er selbst noch nicht genau: "Meine berufliche Zukunft lasse ich derzeit noch bewusst offen. Aktuell möchte ich mich auf meine gesundheitliche Situation konzentrieren, darauf, dass es weiterhin bergauf geht", erklärte der Speed-Spezialist: "Grundsätzlich bin und bleibe ich dem Skisport sicherlich verbunden."
Beim DSV bedauert man den Abschied des Westfalen, der die Speed-Mannschaft über viele Jahre mit seinen Erfolgen und seiner Konstanz geprägt habe, wie DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier (65) betonte.
"Andi war als Sportler und Mensch eine tragende Säule der Mannschaft, ehe er durch eine schwere Erkrankung mit dem Leistungssport pausieren und in der Folge auch seine Karriere beenden musste. Wir bedauern, aber respektieren seine Entscheidung und wünschen Andreas für die Zukunft alles Gute", schloss Maier.