Ski-Talent beendet zum zweiten Mal die Karriere - mit nur 22 Jahren!

Engelberg (Schweiz) - "Vielleicht sollte es einfach nicht sein", schrieb Alessia Bösch am Sonntag auf Instagram. Die Schweizer Skirennfahrerin hängt ihre Bretter mit gerade einmal 22 Jahren endgültig an den Nagel. Und das schon zum zweiten Mal.

Alessia Bösch (22) hat noch einmal alles probiert, gibt ihre Ski-Karriere auf höchster Ebene aber jetzt auf.  © Screenshot/Instagram/alessiaboesch

"Das Ende. Dieses Mal fühlt sich der Rücktritt richtig an", erklärte die gebürtige Engelbergerin ihre Entscheidung.

Bereits 2021 hatte die sechsfache Schweizer Juniorenmeisterin ihr Karriereende verkündet - aus traurigen Gründen. Ihr Vater erhielt damals im Sommer eine Krebsdiagnose, die das Leben der Familie "von einem auf den anderen Tag auf den Kopf stellte", wie sie später in einem Spendenaufruf erläuterte.

Sie selbst befand sich zu diesem Zeitpunkt in ihrem Abschlussjahr an der Sportmittelschule Engelberg und sei "mit der Gesamtsituation überfordert" gewesen.

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Etwas über zwei Jahre danach, im Frühling 2024, entschloss sie sich allerdings, es doch nochmal mit dem Traum von der Ski-Laufbahn zu probieren. Dabei stand sie jedoch ohne Team oder Kaderplatz und zunächst auch ohne finanzielle Unterstützung da.

"Mir ist bewusst, dass der Weg lang und hart sein wird, aber mein Feuer für den Skirennsport brennt stärker denn je, und ich bin bereit, alles zu geben, um wieder auf den Weg an die Weltspitze zu gelangen", zeigte sich Bösch dennoch optimistisch.

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Alessia Bösch bereut den zweiten Anlauf nicht

Am Wochenende bestritt Alessia Bösch ihr letztes Rennen und verabschiedete sich danach (r.).  © Screenshot/Instagram/alessiaboesch

Der große Sprung blieb anschließend aber aus. Bei den Schweizer Meisterschaften am Wochenende schied sie im zweiten Durchgang des Riesentorlaufs aus - und klappte das Karrierebuch daraufhin ein letztes Mal zu.

"Ich habe alles gegeben, härter trainiert als je zuvor, meine Grenzen ausgereizt und für meinen Traum gekämpft", betonte Bösch. "Manche Träume sind noch besonderer, weil sie ein Leben lang ein Traum bleiben."

Ihren zweiten Versuch bereut die Schweizerin aber keineswegs: "Mein Herz ist so voll und ich bin so dankbar für alles. Die vergangenen zwei Jahre waren die besten meines Lebens."

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"Ich werde dich für immer lieben, Skirennsport", verabschiedete sich die 22-Jährige.

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