Flammen-Inferno in Stuttgarter Großmarkt: Einsatz noch nicht beendet, aber Betrieb läuft schon wieder
Stuttgart - Nach dem verheerenden Brand auf dem Gelände des Stuttgarter Großmarkts ist die Feuerwehr noch immer im Einsatz. Die gute Nachricht ist aber, dass das Feuer weitgehend gelöscht wurde. In der Spitze waren Freitag und Samstag rund 200 Kameraden im Einsatz, insgesamt mehr als 350.
Laut einer Mitteilung der Stuttgarter Feuerwehr wurden die Arbeiten, an denen auch das Technische Hilfswerk (THW), Freiwillige Wehren, Rettungsdienst und Privatunternehmen beteiligt waren, am Samstagabend um 21.30 Uhr aus Sicherheitsgründen unterbrochen.
Am Sonntagvormittag soll das weitere Vorgehen besprochen werden. In der vergangenen Nacht wurde trotzdem Brandwache am Ort des Geschehens gehalten.
Trotz der Feuer-Katastrophe habe der Großmarkt selbst am Vormittag schon wieder zu großen Teilen öffnen können, teilte Märkte Stuttgart mit. Betroffen war eine Halle mit Photovoltaik-Anlage, aber auch Händlerflächen.
"Auch wenn der materielle Schaden erheblich ist, sind wir sehr erleichtert, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist", sagte Geschäftsführer Thomas Lehmann laut Mitteilung. "Dass wir bereits wenige Stunden nach dem Ereignis Teile des Marktbetriebs wieder aufnehmen konnten, ist dem professionellen Zusammenspiel aller Beteiligten zu verdanken."
Das Feuer war am Freitagabend gegen 22.40 Uhr am Großmarkt im Stadtteil Wangen ausgebrochen. Eine Lagerhalle stand bereits komplett in Flammen und diese hatten auch auf ein weiteres Gebäude übergegriffen, als die Einsatzkräfte dort eintrafen.
Löschwasser musste aus dem Neckar entnommen werden.
"Durch einen massiven Löschangriff konnte die Feuerwehr Stuttgart einen Brandüberschlag auf weitere Hallen verhindern", so ein Sprecher.
Dazu kam in einsturzgefährdeten Bereichen auch ein ferngesteuertes Fahrzeug zum Einsatz. Einige Brandherde habe man nicht von außen erreichen können, das THW entfernte Gebäudeteile und Schutt mit einem Bagger. Gegen 12.30 Uhr war das Feuer weitgehend unter Kontrolle.
Aufgrund des riesigen Bedarfs wurde mithilfe von Hochleistungspumpen auch Wasser aus dem Neckar entnommen. Außerdem unterstützte eine Drohne bei den Löschmaßnahmen.
Wegen der starken Rauchentwicklung gab die Feuerwehr eine Warnmeldung an die Bevölkerung in einem Umkreis von vier Kilometern heraus, der vormittags auf einen Kilometer reduziert wurde. Gegen 14.45 Uhr konnte sie wieder aufgehoben werden.
Die Brandursache ist noch nicht bekannt, die Kripo hat dazu die Ermittlungen aufgenommen. Laut Polizei könne sich der Schaden auf einen mindestens zweistelligen Millionenbetrag belaufen.
Titelfoto: SDMG / Schulz

