Grauer Korpus, bunter Deckel: Wieso Stuttgart auf neue Mülltonnen umstellt

Stuttgart - Die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) stellt ihr System bei den Abfallbehältern um. Künftig haben neue Mülltonnen einen einheitlich grauen Korpus. Die gewohnte Zuordnung für die Mülltrennung erfolgt dann ausschließlich über den Deckel.

Jetzt mit grauem Korpus: So sollen die neuen Abfallbehälter in der Landeshauptstadt aussehen.  © Stadt Stuttgart/AWS

Das städtische Tochterunternehmen setzt bei den neuen Modellen auf einen deutlich höheren Anteil an recyceltem Kunststoff, sogenannten Rezyklaten.

Der einheitlich graue Korpus der Behälter besteht künftig zu 100 Prozent aus wiederverwertetem Material, bei den farbigen Deckeln liegt der Anteil bei 80 Prozent.

Für komplett farbige Tonnen wird meist sortenreiner, neuer Kunststoff benötigt. Das Rezyklat für die neuen Tonnen wird hingegen aus gemischten Kunststoffen granuliert und eingeschmolzen. Laut Stadt sei das ein Vorgang, der bis zu zehnmal wiederholt werden kann und so die Kreislaufwirtschaft stärkt.

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Bei der Mülltrennung im Alltag behalten die Deckel ihre bekannten Farben. Grün steht dabei weiterhin für Altpapier, Grau für Restmüll und Braun für Biomüll.

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Kein sofortiger Austausch bestehender Tonnen

Die Zuordnung für die Mülltrennung erfolgt in Zukunft ausschließlich über den Deckel. (Symbolfoto)  © Marijan Murat/dpa

Die Umstellung auf das neue Design bringt der AWS neben ökologischen auch wirtschaftliche und logistische Vorteile. Die neuen Modelle sind in der Anschaffung je nach Größe bis zu 34 Prozent günstiger. Bei jährlich etwa 12.000 ausgegebenen Behältern (Stand 2025) bedeutet das eine erhebliche finanzielle Ersparnis. Zudem muss die AWS weniger Lagerplatz einplanen, da die grauen Korpusse nun universell für alle Müllarten genutzt werden können.

Eine stadtweite Austauschaktion ist nicht geplant. Funktionsfähige Tonnen, die aktuell in den Stuttgarter Bezirken stehen, bleiben weiterhin im Einsatz.

Die neuen Modelle mit grauem Korpus werden erst dann ausgeliefert, wenn defekte Behälter ersetzt werden müssen oder neue Grundstücke an die Entsorgung angeschlossen werden. Zuvor werden zudem noch die alten Lagerbestände der bisherigen Modelle aufgebraucht.

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