Warnstreik: Was auf Patienten im Tarifkonflikt nun zukommt

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Von Oliver Schmale

Stuttgart - Patientinnen und Patienten an den vier Universitätskliniken sollten sich am kommenden Montag und Dienstag auf mögliche Einschränkungen einstellen. Wegen eines zweitägigen Warnstreiks in den Häusern in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. 

Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat.
Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat.  © Stefan Puchner/dpa

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Klinikbeschäftigten in der laufenden Tarifrunde zu Arbeitsniederlegungen auf. Die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sollen weiter gewährleistet bleiben. Es könne aber zu Einschränkungen oder Verzögerungen bei nicht lebensnotwendigen Operationen kommen, sagte ein Verdi-Sprecher in Stuttgart.

Als Grund für den erneuten Ausstand nannte die Gewerkschaft, dass der Arbeitgeberverband (AGU) der vier Unikliniken bisher kein Angebot vorgelegt und den Rationalisierungsschutz-Tarifvertrag gekündigt habe. "Weiter wurde angedroht, dass jeder weitere Streiktag ein mögliches Ergebnis schmälern werde."

Hintergrund des Warnstreiks ist der festgefahrene Tarifstreit für rund 26.000 Beschäftigte der vier Unikliniken. Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat für die Beschäftigten. Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten sollen monatlich 250 Euro mehr erhalten.

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Zudem verlangt die Gewerkschaft für Azubis einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets.

Nächste Verhandlungsrunde startet am Mittwoch

Die nächste Verhandlungsrunde ist laut dem Arbeitgeberverband der Universitätskliniken am 17. Juni. Verdi werde dann ein konkretes Angebot unterbreitet, hatte Heinz Falszewski, Geschäftsführer des AGU, angekündigt. Die wirtschaftliche Situation der Unikliniken in Baden-Württemberg sei schwierig. Hinzu kämen zu erwartende weitreichende Folgen der aktuellen Gesundheitsreform. 

Verdi-Verhandlungsführer Jakob Becker sagte: "Jetzt erst recht: Wir lassen uns das Streikrecht nicht nehmen." Nicht von Arbeitgebern, die unnötige Drohkulissen aufbauten, und nicht von einer Gesundheitspolitik, die die Tarifautonomie beschneiden wolle.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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