Wildgänse verunreinigen Freibäder und Eckensee: So sollen Mensch und Tier gut zusammenleben

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Stuttgart - Immer wieder gibt es Probleme mit Wildgänsen in Stuttgart. Die Stadt ergreift nun Maßnahmen für eine "harmonische Koexistenz".

Ein Ei aus dem Gelege einer Graugans am Rosentalsee in Stuttgart-Vaihingen.
Ein Ei aus dem Gelege einer Graugans am Rosentalsee in Stuttgart-Vaihingen.  © Fabrice Weichelt/ Stadt Stuttgart

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sagt: "Da die Nilgänse vor allem am Eckensee im Schlossgarten, am Max-Eyth-See und in den Stuttgarter Freibädern große Schäden und Verunreinigungen verursachen, müssen wir alles im Rahmen unserer Möglichkeiten unternehmen, um die invasive Nilgans-Population zu reduzieren."

In den letzten Jahren haben die Herausforderungen mit Wildgänsen zugenommen. In den Jahren zwischen 2009 und 2023 hat sich die Population laut dem Wildtierbericht verachtfacht. 2009 wurde in 78 Gemeinden gebrütet, 2023 waren es bereits 677.

"Auch bundesweit hat sich die Nilgans stark ausgebreitet und weist dabei deutschlandweit die schnellste Arealausweitung aller nicht-heimischen Vogelarten auf", teilen das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und die Landeshauptstadt Stuttgart mit. Dabei sei auch die Stadt ein beliebter Lebensraum für die Wildgänse.

Wildgänse finden in Stuttgart einen vielfältigen Lebensraum

Stadtjäger Christian Schwenk beim Monitoring der Gänsepopulation in Stuttgart.
Stadtjäger Christian Schwenk beim Monitoring der Gänsepopulation in Stuttgart.  © Fabrice Weichelt/ Stadt Stuttgart

Verschiedene Maßnahmen sollen nun ein gutes Nebeneinander zwischen Mensch und Tier regeln.

Zum Start des Pilotprojektes sagte Minister Peter Hauk (65, CDU): "Stuttgart bietet Wildgänsen durch seine Grünanlagen und Wasserflächen einen guten Lebensraum und ein vielfältiges Nahrungsangebot."

Die Grau- und Nilgänse seien einerseits ein schönes Naturerlebnis, andererseits würden die Beschwerden über Lärm und Hinterlassenschaften der Gänse zunehmen.

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Diese Maßnahmen werden ergriffen: Das Monitoring der Gänse gibt Aufschluss, wie viele Gänse vorhanden sind. Zudem soll Öffentlichkeitsarbeit betrieben, Fütterungsverbote ausgesprochen werden und lebensraumverändernde Maßnahmen, die Vergrämung der Gänse sowie jagdliche Maßnahmen greifen.

Außerdem wird eine Behandlung der Gelege durchgeführt. Bei einer Gelegebehandlung werden einige Eier aus dem Nest unschädlich gemacht, indem der Embryo im Ei abgetötet wird.

Titelfoto: Fabrice Weichelt/ Stadt Stuttgart

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