Neuer Tarifvertrag beim SWR: So stark steigen die Gehälter der Mitarbeiter

Von Jan Brinkhus

Stuttgart/Mainz - Der Tarifkonflikt beim Südwestrundfunk (SWR) ist beigelegt. Der öffentlich-rechtliche Sender und die Gewerkschaften einigten sich in der fünften Verhandlungsrunde auf einen Abschluss.

Der SWR stimmte einer lineare Lohn- und Gehaltssteigerungen zu.  © Marijan Murat/dpa

Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di und des SWR beinhaltet er lineare Lohn- und Gehaltssteigerungen von rund 5,7 Prozent für die rund 3500 fest angestellten Beschäftigten und mehr als 1000 freien Mitarbeiter des SWR.

Der SWR ist innerhalb des ARD-Verbundes die zweitgrößte Rundfunkanstalt nach dem WDR, das Sendegebiet umfasst Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Der Tarifabschluss mit einer Laufzeit von 35 Monaten beinhaltet ver.di zufolge Einmalzahlungen, jeweils prozentuale Erhöhungen für 2027 und 2028 sowie unter anderem einen erhöhten Zuschuss fürs Jobticket.

Nach Angaben der Gewerkschaft wird durch das Gesamtpaket eine Erhöhung von über 5,8 Prozent erreicht.

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Die Gewerkschaften ver.di, Deutscher Journalistenverband und die Deutsche Musik- und Orchestervereinigung hatten zuletzt mit Warnstreiks Druck gemacht. Anfangs forderten sie eine Erhöhung um sieben Prozent, mindestens aber ein Gehaltsplus von 300 Euro monatlich.

Der SWR hatte zunächst für 2027 und 2028 eine Erhöhung der Gehälter um jeweils zwei Prozent angeboten, sofern der Rundfunkbeitrag angehoben wird und der SWR dadurch mehr Geld zur Verfügung habe.

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Ver.di: Laufzeit von fast drei Jahren "schmerzt"

Ver.di hatte mit Warnstreiks Druck gemacht. (Symbolfoto)  © Hannes P Albert/dpa

"Es schmerzt, dass wir eine Laufzeit von fast drei Jahren akzeptieren müssen", sagte ver.di-Verhandlungsführer Maximilian Heß. "Es ist wichtig, dass mit der Erhöhung um über 5,8 Prozent das Niveau des Abschlusses im öffentlichen Dienst erreicht werden konnte."

Der SWR teilte mit, das Verhandlungsergebnis werde den schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen gerecht. Teilweise gebe es ein Sonderkündigungsrecht für die vereinbarten Punkte. Der SWR-Verwaltungsrat müsse der Einigung noch zustimmen.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD, das ZDF und der Deutschlandfunk werden über den Rundfunkbeitrag finanziert, der aktuell bei 18,36 Euro pro Monat liegt.

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Haushalte in Deutschland müssen ihn pauschal bezahlen, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung. Die Einnahmen liegen bei rund 8,5 Milliarden Euro jährlich. Die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags ist umstritten, es läuft eine Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht.

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