Özdemir kontert nach Nina Chubas Stuttgart-Bashing: Popstar rudert zurück
Von Nico Pointner & David Nau
Stuttgart - Nina Chuba (27) hat Stuttgart als Deutschlands "lameste Crowd" abgestempelt - Ministerpräsident Cem Özdemir (62, Grüne) hält dagegen. "Das kann ich so pauschal nicht bestätigen", sagte der Grünen-Politiker. Auch der Popstar äußerte sich erneut.
Er gehe seit Jahren auf Konzerte in der Landeshauptstadt, so Özdemir. Erst am Vorabend habe er den Auftritt von Nick Cave bei den Jazz Open besucht. Der habe das Publikum sogar mehrfach für die tolle Stimmung gelobt.
Auch in der Untertürkheimer Kurve beim VfB Stuttgart sowie beim Handball und beim Frauenvolleyball sei die Stimmung in Stuttgart immer wieder "krass".
Zu Chubas Theorie, der Stuttgarter Kessel raube den Menschen den Sauerstoff und damit die Tanzlust, wollte Özdemir sich nicht konkret äußern. "Mit dem Kessel, das ist halt so, da ist halt immer ein paar Grad heißer - wie sich das auswirkt, müssen Sie die Wissenschaftler fragen", sagte er augenzwinkernd. Das liege außerhalb seines Fachgebiets.
Chuba meldete sich nun erneut zu Wort. "Wir haben euch in Schutz genommen, Stuttgart. Es waren 40 Grad, ihr konntet euch nicht so viel bewegen", sagte die Musikerin in einer Instagram-Story. Sie liebe alle ihre Fans. "Auch die, die in Stuttgart wohnen und auch die, die sich nicht so viel bewegen und sich von innen freuen."
Stuttgarter wohl trotzdem eher zurückhaltend
Chuba hatte nach ihrem Auftritt in Stuttgart in ihrem Podcast mit Drummer Momme Hitzemann über das Publikum gespottet. "Stuttgart ist die lameste Crowd in Deutschland", hatte die 27-Jährige gesagt. Während in München die Fans immer "crazy" abgingen, bewegten sich die Stuttgarter kaum.
"Also irgendwas muss da mit euch falsch sein. Vielleicht kriegt ihr nicht genug Sauerstoff wegen dem Kessel", hatte Chuba in Anspielung auf die besondere topografische Lage der baden-württembergischen Landeshauptstadt gesagt. "Oder die Maultaschen liegen euch quer im Magen?"
Bei ihrer Aussage, dass die Stuttgarter eher zurückhaltend seien, bleibt die Musikerin aber. Sie habe auch schon von anderen Künstlern gehört, dass sich das Stuttgarter Publikum weniger bewege als die Menschen anderswo. Als Künstler nehme man die Masse wahr und könne deswegen unterscheiden, wo es am meisten abgehe, sagte Chuba.
Titelfoto: Bildmontage: Bodo Schackow/dpa, Bernd Weißbrod/dpa
