Auf Wutrede folgt Bewerbung: SPD-Politiker Mesarosch greift nach dem Landesvorsitz

Von David Nau

Stuttgart - Nach dem Debakel bei der Landtagswahl und dem Rückzug von Spitzenkandidat und Landeschef Andreas Stoch (56) gibt es einen ersten Kandidaten für den Chefposten bei der Landes-SPD. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Robin Mesarosch (34) kündigte auf Instagram an, als Landesvorsitzender kandidieren zu wollen.

Robin Mesarosch (34, SPD) bewirbt sich als SPD-Landeschef.  © Michael Kappeler/dpa

Man könne nach dem Wahlergebnis von 5,5 Prozent bei der Landtagswahl das Gleiche wie immer machen, schreibt Mesarosch zu dem Video. "Aber dann kommt halt auch das Gleiche wie immer raus."

Seine Genossen ruft Mesarosch auf, einen anderen Weg zu gehen. "Lasst uns mutig sein und endlich mal was anders machen. Nicht irgendwas. Sondern das, woran wir glauben."

Auf seiner Website nennt Mesarosch drei Punkte, die sich aus seiner Sicht ändern müssen: Man müsse sich auf wenige große Themen fokussieren, die Mitglieder stärker beteiligen und besser kommunizieren.

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Mesarosch stammt aus Sigmaringen und war von 2021 bis 2025 Bundestagsabgeordneter. Der 34-Jährige hat auf Instagram eine große Reichweite. Dort folgen ihm 121.000 Follower - mehr als den Parteichefs Lars Klingbeil (48) und Bärbel Bas (57).

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Mesarosch warf Parteiführung fehlende Strategie vor

In einem Instagram-Beitrag rechnete Robin Mesarosch mit dem enttäuschenden Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl ab.  © Bildmontage: Instagram/mesarosch

Kurz nach der Landtagswahl hatte Mesarosch mit einer Wutrede auf seinem Kanal für Aufsehen gesorgt.

Darin hatte der SPD-Politiker von einem "historisch unterirdischen Wahlkampf" mit "miserabler Kommunikation und Organisation" gesprochen und der Parteiführung fehlende Strategie vorgeworfen.

Scharfe Kritik äußerte Mesarosch in dem Video auch am bisherigen Generalsekretär Sascha Binder, der noch am Wahlabend seinen Rückzug vom Parteiamt bekannt gegeben hatte und wenige Tage später von der Landtagsfraktion zum neuen Vorsitzenden gewählt worden war.

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"Das geht nicht", kritisierte Mesarosch. Binder sei als Generalsekretär für die Wahlkampagne verantwortlich gewesen.

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