Sondierungen im Südwesten starten: Wie schnell werden sich Grüne und CDU einig?

Von Nico Pointner, Martin Oversohl

Stuttgart - Grüne und CDU in Baden-Württemberg haben in Stuttgart Gespräche über die Bildung einer neuen Landesregierung aufgenommen. Die Teams mit den Verhandlern beider Parteien trafen sich am Morgen zu einem Sondierungsgespräch im Haus der Katholischen Kirche in der City.

Nicole Razavi (61, CDU, v.l.), Thomas Strobl (66, CDU), Manuel Hagel (37, CDU), Carolin Jenkner (CDU) und Tobias Vogt (40, CDU) kommen zum Haus der Katholischen Kirche.  © Marijan Murat/dpa

Man werde über die Zukunft des Landes sprechen, sagte der Wahlsieger, Grünen-Politiker Cem Özdemir (60). Innenminister Thomas Strobl (66, CDU) sagte der dpa auf die Frage, ob er von raschen Sondierungen ausgehe: "Ich weiß nicht, ob Geschwindigkeit das einzige Kriterium ist."

Bei sogenannten Sondierungsgesprächen loten die Parteien aus, ob sie genügend Gemeinsamkeiten finden, um eine Landesregierung zu bilden. Vor dem Auftakt der Gespräche hatte es auch bereits Treffen von Özdemir und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel (37) gegeben.

Die beiden Parteien regieren im Südwesten schon seit 2016 miteinander. Eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition gilt als einzige realistische Option für eine Regierungsbildung in Baden-Württemberg.

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Andreas Schwarz (61, Grüne, v.l.), Cem Özdemir (60, Grüne), Lena Schwelling (34, Grüne), Danyal Bayaz (43, Grüne) und Oliver Hildenbrand (38, Grüne) am Dienstagvormittag.  © Marijan Murat/dpa

Bei der Landtagswahl am 8. März waren die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Özdemir mit 30,2 Prozent überraschend knapp stärkste Kraft geworden, dicht gefolgt von der CDU mit 29,7 Prozent. Im neuen Landtag verfügen jedoch beide Parteien über jeweils 56 Mandate – eine ungewöhnliche Pattsituation.

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