Schreie mitten in Stuttgart: Was hinter der neuen radikalen PETA-Aktion steckt

Stuttgart - Grelle, panische Schreie in Stuttgart: Die Tierrechtsorganisation PETA bringt mit der drastischen Aktion "Hell on Wheels" (Hölle auf Rädern) das Leid der Fleischindustrie direkt in die Innenstadt.

Der "Hell on Wheels" sieht aus, als befänden sich darin echte Schweine.  © PETA USA

Auf den ersten Blick wirkt es, als seien lebende Tiere in dem Lkw eingepfercht. Doch der Transporter ist eine Attrappe, die Schreie, die abgespielt werden, sind es jedoch nicht. Laut PETA handelt es sich um reale Tonaufnahmen von Schweinen, die auf ihrem Weg zum Schlachthof in Todesangst schreien.

Mit der provokanten Kernbotschaft "Stört Sie das? Dann leben Sie vegan" zielen die Tierschützer direkt auf das Gewissen der Passantinnen und Passanten ab.

"Für jedes Stück Fleisch wurde ein empfindungsfähiges Individuum nach einem kurzen, entbehrungsreichen Leben für seine oft stundenlange Todesfahrt in einen Transporter gezwängt", erklärt Nico Wolf, Leiter des PETA-Streetteams.

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Die Protest-Aktionen im Überblick:

  • Mittwoch, 19. August 2026 (10.30 bis 11.30 Uhr): Vor dem SchweineMuseum (Schlachthofstraße 2A, Stuttgart-Ost)
  • Donnerstag, 20. August 2026 (16.30 bis 17.30 Uhr): Auf dem Schlossplatz, vor dem Herzog-Christoph-Denkmal (Königstraße 22, Stuttgart)

Der Lkw sei ein Appell an alle Menschen, diese grausame Ausbeutung nicht länger zu unterstützen. Mit der Schock-Kampagne will die Organisation auf die teils brutalen Standard-Praktiken in der Schweinehaltung aufmerksam machen.

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PETA fordert Agrarwende

Schweine in der Tierindustrie müssen viele Qualen erleiden.  © peta

Um die Haltung auf engstem Raum zu ermöglichen, werden Ferkeln häufig ohne ausreichende Betäubung die Schwänze abgeschnitten, die Zähne gekürzt und männliche Tiere kastriert.

Nach etwa sechs Monaten Mast folgt der Transport. Unter massivem Stress, oftmals begleitet von Verletzungen, Durst und Hitzestress, legen die Tiere teils Hunderte Kilometer zurück.

Die gängige Betäubung durch CO₂-Gas löst bei den Schweinen schmerzhafte Erstickungserscheinungen aus. Auch die fehleranfällige Strombetäubung führe immer wieder dazu, dass Tiere bei vollem Bewusstsein ausbluten.

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PETA hat bereits einen detaillierten Ausstiegsplan vorgelegt und fordert die Politik auf, die Agrarwirtschaft konsequent auf einen veganen Ökolandbau umzustellen. Dies würde nicht nur unzähliges Tierleid beenden, sondern auch einen massiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

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