Stuttgart plant großen Umbau der Hilfsangebote - das ist geplant
Stuttgart - Angesichts knapper Kassen und wachsender Herausforderungen stellt Stuttgart die soziale Infrastruktur auf den Prüfstand. Ein umfassender Transformationsprozess soll ab Herbst 2026 anlaufen.
Die Stadtverwaltung informierte am Montag im Sozial- und Gesundheitsausschuss über den aktuellen Stand dieses Vorhabens. Ziel ist es, die kommunale Daseinsvorsorge auch in Zeiten anhaltender Sparzwänge langfristig abzusichern.
Die Bürgermeisterin für Soziales, Gesundheit und Integration, Dr. Alexandra Sußmann, sieht in dem Prozess eine Chance für Stuttgart. "Gemeinsam gilt es zu erarbeiten, wie soziale Angebote und Bedarfe künftig nachhaltig priorisiert und gesteuert werden können", so Sußmann.
Auch Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, betont den Fokus auf die Wirksamkeit der Maßnahmen: "Eine moderne soziale Infrastruktur muss Menschen befähigen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten."
Dafür brauche es Angebote, die besser ineinandergreifen und direkt bei den Familien ankommen, die sie am dringendsten benötigen.
Zusammenarbeit und Bürokratieabbau
Bei dem Prozess, der voraussichtlich im dritten Quartal 2026 startet und bis Ende 2027 laufen soll, geht es nicht nur um oberflächliche Korrekturen. Die Stadt will unter anderem die folgenden grundlegenden Fragen klären: Wie können Verwaltungsverfahren vereinfacht und standardisiert werden? Welche Rolle spielt das bürgerschaftliche Engagement?
Schon seit Anfang des Jahres tauschen sich die städtischen Ämter eng mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege aus. Um nicht nur theoretische Konzepte zu erstellen, sollen nun neue Ansätze zeitnah in Pilotprojekten in der Praxis getestet werden.
Titelfoto: Marijan Murat/dpa
