Gesundheitsminister warnt: Das solltet ihr bei der kommenden Hitze beachten
Von Martin Oversohl
Stuttgart - Trinken, Schatten suchen, aufeinander achten: Vor der bevorstehenden Hitzewelle mit Temperaturen bis 35 Grad ruft Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (38, Grüne) die Menschen in Baden-Württemberg zur Vorsicht auf. Der Deutsche Wetterdienst rechne mit den ersten Hitzewarnungen für das Land – zudem belasteten sogenannte Tropennächte den Körper zusätzlich.
"Die bevorstehende Hitzewelle ist kein bloßes Sommerphänomen, sondern ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko", warnte Hildenbrand.
"Es ist jetzt besonders wichtig, auf sich und seine Mitmenschen zu achten, rechtzeitig vorzusorgen und auf Warnsignale des Körpers zu achten."
Es sei wichtig, wenn möglich, der Mittagssonne aus dem Weg zu gehen und ausreichend zu trinken.
Hildenbrand verwies auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die bei Hitze alle ein bis zwei Stunden mindestens ein Glas Wasser (0,2 Liter) zu trinken empfiehlt – auch ohne Durstgefühl.
Bei den typischen Warnzeichen für hitzebedingte Erkrankungen - also etwa stark erhöhte Körpertemperatur, Schwindel und Erbrechen oder Verwirrtheit – sei umgehend ärztliche Hilfe nötig, warnt das Ministerium.
Wohnräume tagsüber abgedunkelt lassen
Zur Abkühlung eigneten sich Arm- und Fußbäder, die allerdings nicht zu kalt sein sollten, um Kreislaufprobleme zu vermeiden. Außerdem sollten Wohnräume tagsüber abgedunkelt und Wohnungen nachts gelüftet werden.
Hildenbrand rief zudem dazu auf, ein besonderes Auge auf ältere, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere und Obdachlose zu haben. "Hitzeschutz ist eine gemeinsame Aufgabe", mahnte er.
Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa
