Autofahrer (†23) stirbt nach Unfall mit Regiobahn: Zug kommt erst 400 Meter danach zum Stehen
Mengen - Ein junger Autofahrer ist im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg mit seinem Wagen von einem Regionalzug erfasst und getötet worden.
Der 23-Jährige habe am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr die Gleise am beschrankten Bahnübergang in der Scheerer Straße in Mengen-Ennetach überqueren wollen.
Gleichzeitig habe sich laut Polizei Ravensburg die Regionalbahn von Sigmaringen nach Ulm genähert. Zug und Auto stießen zusammen. Der 23-Jährige am Steuer des Wagens hatte keine Chance, den schlimmen Unfall zu überleben.
Sein Auto wurde total zerstört, die Regionalbahn sei erst 400 Meter nach dem Bahnübergang zum Stehen gekommen. Die Zugführerin wurde verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich acht Fahrgäste in der Bahn. Sie blieben nach bisherigem Stand der Dinge unverletzt.
Bahnstrecke musste gesperrt werden, Busse als Ersatzverkehr im Einsatz
Die Zugstrecke Sigmaringen-Mengen musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Laut Deutscher Bahn werde die Sperrung noch bis Mittwochvormittag andauern. Mit längeren Fahrzeiten und kurzfristigen Zugausfällen müsse gerechnet werden. Zwischen den betreffenden Orten sind Busse als Ersatzverkehr im Einsatz. Sie fahren im halbstündigen Pendeltakt.
Wie es zu dem schlimmen Unfall kommen konnte, ist unklar. Die Polizei schätzt den an den Fahrzeugen und der Bahneinrichtung entstandenen Sachschaden auf rund 100.000 Euro.
Neben Rettungsdienst und Feuerwehr waren auch Einsatzkräfte der Krisenintervention sowie ein Notfallmanager der Bahn im Einsatz.
Titelfoto: Reinert/swd-medien/dpa
