Daniel Danger zockt Kunden in der Auto-Werkstatt ab: "Es wurde so absurd"

Köln/Waldbröl - Daniel Danger alias Daniel Schlipf (35) hat wieder sein Unwesen getrieben. Diesmal verkleidete er sich als angeblicher Auto-Mechaniker in einer Werkstatt und schwatzte Kunden alle möglichen Reparaturen und Preise auf. Bis die Situation augenscheinlich eskalierte.

Daniel Danger (35) gab den Werkstatt-Kunden ein gutes Gefühl und falsche Empfehlungen und Diagnosen.
Daniel Danger (35) gab den Werkstatt-Kunden ein gutes Gefühl und falsche Empfehlungen und Diagnosen.  © Youtube/1LIVE Comedy

"Wie viel Mist kann man Kunden am Ende des Tages in einer Kfz-Werkstatt eigentlich erzählen?" So definierte Daniel Danger, Gefahren-Reporter beim Radiosender 1LIVE, seinen neuesten Auftrag.

In seiner Heimatstadt Waldbröl wurde er als "Diagnose-Spezialist" auf Autobesitzer losgelassen. 

Während die Werkstatt-Mitarbeiter informiert waren, wussten die Kunden nichts vom Fake-Automechaniker, der überhaupt keinen Sachverstand hatte.

Mit versteckter Kamera filmte das Team die Arbeit von Daniel Danger, der den Kunden mit Rat und Tat helfen sollte: "Also ganz ehrlich, ich hatte gar keine Ahnung von Autos, aber das mussten die Kunden ja nicht wissen."

So wollte der erste Kunde in den Fängen von Daniel Danger wissen, ob er seine Anhängerkupplung abnehmen muss, wenn er sie nicht nutzt.

Pro-Tipp des Nicht-Autoexperten: "Einfach einmal pro Woche in Seife legen." So könne die Abnutzung vermieden werden, so der völlig hirnrissige Tipp.

Daniel Danger legt Auto-Kunden in Werkstatt rein

Daniel Danger (35) arbeitet als Reporter. Diesmal zog es ihn in eine Werkstatt, wo er sich als falscher Experte ausgab.
Daniel Danger (35) arbeitet als Reporter. Diesmal zog es ihn in eine Werkstatt, wo er sich als falscher Experte ausgab.  © Youtube/1LIVE Comedy

Die absurden Tipps und Fragen des falschen Diagnose-Experten kamen bei den Kunden allerdings tatsächlich an.

Leichtgläubig nickten viele, machten Autogeräusche nach und fühlten sich zunächst in guten Händen.

Als er für einen Reifenwechsel allerdings von über 2000 Euro auf glatte 100 Euro runterhandelte, guckte auch der Kunde entgeistert und drohte zu einer anderen Werkstatt zu fahren.

Die Profis der Werkstatt waren erstaunt: "Ich bin erschreckt, wie dramatisch sich Kunden da irre führen lassen."

Hierzu kommentierte auch Daniel Danger seine eigentlich verantwortungsvolle Rolle. "Das ist aus meiner Sicht das Gefährliche, das man eben diesen Vertrauensvorschuss genießt als Kfz-Meister."

So fragte Daniel Danger eine unwissende Kundin nach einer "Achssprungermittlung". 

Die Kundin stimmte diesem ominösen Test zu und glaubte dem vermeintlichen Experten. Letztlich schaukelte ein Mitarbeiter das Auto hin und her, und Daniel Danger gab vor, das Auto wieder auf Vordermann bringen zu können. 

Ein ADAC-Experte kommentiert hierzu, wie Kunden in Werkstätten vorgehen sollten. "Wenn man das bejaht, hat man natürlich hier einen Freibrief gegeben." 

Korrekt wäre es, vorab die Kosten und notwendigen Reparaturen festzuhalten, bevor in der Werkstatt mehr als besprochen repariert wird. 

Gutgläubigkeit der Kunden in Werkstatt ausgenutzt

Der falsche Werkstatt-Mitarbeiter Daniel Danger sprühte einfach Bremsenreiniger auf das Auto. Der Kunde wusste nichts und vertraute dem angeblichen Experten.
Der falsche Werkstatt-Mitarbeiter Daniel Danger sprühte einfach Bremsenreiniger auf das Auto. Der Kunde wusste nichts und vertraute dem angeblichen Experten.  © Youtube/1LIVE Comedy

Wie gutgläubig die Kunden sind, zeigte Daniel Danger bei einem echten Fehlgriff: Er schnappte sich eine Dose Bremsenreiniger und sprühte das Auto seines Kunden "gratis" voll. "Das mach ich ihnen auch einfach so als Service."

Fatal aus Sicht der Experten: "Bremsenreiniger auf den Lack sprühen sollte man im Normalfall vermeiden." Doch Daniel Danger hatte keine Ahnung, viele seiner Kunden noch viel weniger. "Woher sollte ich das denn wissen?"

Die Kunden wurden letztlich abgezockt und erst am Ende der Dreharbeiten vom 1LIVE-Team um Daniel Danger aufgeklärt.

Übrigens: Auch der falsche Experte wurde von der Werkstatt-Crew selbst reingelegt. Der letzte Kunde wurde bei dem offensichtlichen Schwindel so aggressiv, dass Daniel Danger sich vor Angst in einer Toilette versteckte. 

Der angebliche Kunde hatte zuvor einen Spiegel an seinem eigenen Auto abgetreten und den falschen Experten mit einem Hammer verfolgt. "Da bin ich wohl um mein Leben gerannt", so der Reporter. Doch das Werkstatt-Team hatten den Kunden beauftragt und so den Reporter selbst hereingelegt.

Er bilanzierte über die Aktion: "Es wurde so absurd." Viele Kunden seien zu leichtgläubig. Davor wollte er unbedingt warnen.

Deshalb sollten Werkstatt-Reparaturen immer genau vorbesprochen und Preise festgehalten werden, bevor Teile ausgetauscht werden, die völlig in Ordnung sind. Das Video des Undercover-Reporters zeigt dies unterhaltsam auf! Zuletzt räumte der Reporter übrigens ein Hotel aus.

Titelfoto: Youtube/1LIVE Comedy

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