Ford enthüllt erstes E-Auto: Neues Modell wird in Köln zusammengeschraubt

Köln - Ein vollelektrischer Familienwagen soll das neue Aushängeschild vom US-Fahrzeughersteller Ford werden. Am heutigen Dienstag wurde das neue Modell vorgestellt.

Martin Sander stellte den neuen "Explorer" von Ford am Dienstag in Köln vor.
Martin Sander stellte den neuen "Explorer" von Ford am Dienstag in Köln vor.  © Roberto Pfeil/dpa

Das komplett neu entwickelte Modell trägt den Namen "Explorer" und soll bereits ab dem dritten Quartal dieses Jahres in den Kölner Ford-Werken vom Band laufen. In Europa soll der Wagen somit noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Zu kaufen geben soll es den SUV, der "federführend in Deutschland" entwickelt wurde, in verschiedenen Ausführungen, unter anderem mit Heck- oder Allradantrieb. Eine Gleichstrom-Schnell-Ladung ermöglicht es, das Auto in nur 25 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufzuladen. Ein verstellbarer Touchscreen am Armaturenbrett bildet das Herzstück des Innenraums. Weitere Daten veröffentlichte das Unternehmen bislang nicht.

Allerdings ist zum Preis Näheres bekannt: Demnach liegt der Einstiegspreis in Deutschland voraussichtlich bei 45.000 Euro.

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"Der Explorer bereitet den Weg für eine neue Generation beeindruckender Elektrofahrzeuge von Ford. [...]. Zugleich bringt er alles an Ausstattung mit, was seine Fahrer für den Alltag benötigen", erklärte Martin Sander, der als General Manager bei Ford Europa die Elektromobilität verantwortet.

Der "Explorer" soll der Startschuss für eine rein elektrische Modellpalette sein, mit der sich Ford bis 2030 komplett neu aufstellen möchte.

E-Mobilität soll Ford neu aufstellen

Zu Beginn des Jahres hatten etliche Beschäftigte aus den Kölner Ford-Werken gegen den Stellenabbau protestiert.
Zu Beginn des Jahres hatten etliche Beschäftigte aus den Kölner Ford-Werken gegen den Stellenabbau protestiert.  © Oliver Berg/dpa

"Wir werden als Marke künftig deutlich pointierter und emotionaler auftreten und uns auf Fahrzeuge konzentrieren, die so nur Ford bauen kann", fügte Marketing-Geschäftsführer Christian Weingärtner hinzu.

Anders als andere Hersteller ist der Konzern verspätet, was das An-den Start-Bringen von reinen Stromern betrifft. Es wird vermutet, dass gerade dieser Schritt zu spät kam und derzeit für einen rigorosen Stellenabbau in deutschen Werken sorgt, da die Elektromobilität das Unternehmen zur Umstrukturierung zwingt.

Im Kölner Werk arbeiten derzeit rund 14.000 Beschäftigte. Jüngsten Ankündigungen zufolge will der Autobauer in Köln und im Aachener Forschungszentrum insgesamt 2300 Stellen streichen.

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Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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