Polizei rüstet enorm auf: 55 Survivor R rollen als "Sonderwagen 5" aus

Düsseldorf - Dieser Großauftrag aus dem Innenministerium rüstet die Bundespolizei und die Bereitschaftspolizei in ganz Deutschland auf. 55 Survivor R von Rheinmetall sollen künftig als "Sonderwagen 5" eingesetzt werden.

Der Survivor R von Rheinmetall kommt jetzt in größerer Stückzahl zur Bundespolizei und zur Bereitschaftspolizei.
Der Survivor R von Rheinmetall kommt jetzt in größerer Stückzahl zur Bundespolizei und zur Bereitschaftspolizei.  © Rheinmetall AG

Einige der schwer gepanzerten Fahrzeuge rollen bereits bei Spezialeinheiten, kamen auch zuletzt beispielsweise bei einer Razzia in NRW zum Einsatz.

Die gepanzerten Fahrzeuge sind für Extrem-Lagen gewappnet.

Rammschilde, schusssichere Scheiben, Tränengas-Werfer sowie eine Brand-Löschanlage können aufgerüstet werden.

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Der rund 15 Tonnen schwere Koloss wird von einem Sechszylinder-Motor angetrieben. Der leistet 340 PS und sorgt mit 6,9 Litern Hubraum für ein Drehmoment von 1250 Newtonmetern.

Damit erreicht das Fahrzeug maximal ein Tempo von 110, kann aber dank Allrad und enormer Bodenfreiheit jedes Gelände oder Straßensperren durchdringen.

Rheinmetall teilte mit, dass der Vertrag im hohen zweistelligen Millionenbetrag liege und durch zusätzliche Ausrüstungsvarianten auf über 100 Millionen Euro klettern könne.

Einige Spezialeinheiten nutzen das gepanzerte Fahrzeug bereits.
Einige Spezialeinheiten nutzen das gepanzerte Fahrzeug bereits.  © Justin Brosch/dpa

Gepanzerte Fahrzeuge für Polizei-Einheiten

Der Vorgänger "Sonderwagen 4" ist über 35 Jahre alt.
Der Vorgänger "Sonderwagen 4" ist über 35 Jahre alt.  © picture alliance / dpa

Die neuen Survivor R sollen hauptsächlich das vor 35 Jahren eingeführte Vorgängermodell "Sonderwagen 4" ablösen.

Die noch im früheren Polizei-Grün lackierten alten Fahrzeuge dürften Schritt für Schritt ausgemustert werden.

Noch in diesem Jahr 2022 soll die ersten zwei Musterfahrzeuge ausgeliefert und getestet werden.

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Die tatsächliche Ausrüstung der Einheiten von Bundespolizei und Bereitschaftspolizei mit den bestellten Serienfahrzeuge soll ab 2023 starten und bis 2026 abgeschlossen sein.

Rheinmetall wird die gepanzerten Fahrzeuge nicht nur liefern, sondern während der angekündigten Nutzung von bis zu 30 Jahren auch pflegen.

Dafür wurde ein Rahmenvertrag für die Wartung und Instandhaltung abgeschlossen, teilte die Rüstungsfirma aus Düsseldorf mit.

Die Endmontage und Übergabe der Serienfahrzeuge an die Polizei erfolgt übrigens bei der Rheinmetall Landsysteme GmbH in Kassel.

Titelfoto: Rheinmetall AG

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