Steelrising: Endlich eine gute Bloodborne-Alternative!

Leipzig - Endlich wieder ein Hauch von Soulslike! Spätestens seit dem Release von "Elden Ring" Anfang des Jahres ist das Genre in aller Munde. Einige Nachahmer wie "Dolmen" konnten nicht ganz überzeugen. Entwickler Spiders wagt nun mit "Steelrising" den nächsten Versuch, eine gute Alternative auf den Markt zu bringen.

Paris, 1789. In der Stadt herrscht Krieg. Ihr, Aegis, sollt herausfinden, was genau schiefgelaufen ist.
Paris, 1789. In der Stadt herrscht Krieg. Ihr, Aegis, sollt herausfinden, was genau schiefgelaufen ist.  © Nacon Gaming

Welches Spiel für den Titel offenbar Pate gestanden hat, wird nach wenigen Spielstunden klar. From Software, die eben "Elden Ring" entwickelten, prägten mit "Demons Souls" und "Dark Souls" zuvor überhaupt das namensgebende Soulslike-Genre.

2015 ging das Studio einen etwas actionreicheren Weg, der bis heute gefeiert wird: Bloodborne. Das Action-Rollenspiel setzte mehr auf Angriff und Geschwindigkeit als die Werke davor. Bis heute sehnen sich Fans nach einem Nachfolger.

Doch bevor es so weit ist, könnte "Steelrising" die Wartezeit etwas verkürzen. Das Setting ist in jedem Fall sehr unverbraucht und schickt Euch in eine alternative Realität während der Französischen Revolution.

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Dort haben Maschinen, die eigentlich zur Verteidigung gedacht waren, offenbar die Kontrolle verloren und Paris in großen Teilen in Schutt und Asche gelegt.

Eines der automatischen Meisterwerke, das noch Befehle befolgt, seid Ihr: Aegis. Im Auftrag ihrer Majestät sollt Ihr herausfinden, was genau in der Stadt vorgefallen ist.

Steelrising: Geschwindigkeit ist Trumpf!

Grafisch kann sich der Titel an einigen Stellen schon sehen lassen. Gerade die Sequenzen wirkten auf mich aber altbacken und fehlerbelastet.
Grafisch kann sich der Titel an einigen Stellen schon sehen lassen. Gerade die Sequenzen wirkten auf mich aber altbacken und fehlerbelastet.  © Nacon Gaming

Die Welt steht Euch dabei nicht offen, sondern ist in größere Levelabschnitte unterteilt, die man auch immer wieder besuchen kann und sollte. Spätestens in Paris selbst kommt die düstere Atmosphäre auf, die auch ein "Bloodborne" bot. In einigen Häusern verstecken sich verängstigte Bürger, die mit Euch durch Fenster und Türen kommunizieren - kennt man.

Herzstück ist aber ganz klar das Kampfsystem, bei dem ebenfalls die Geschwindigkeit absoluter Trumpf ist. Die Automaten-Gegner agieren zum Großteil ziemlich behäbig und haben meist nur eine begrenzte Anzahl an Moves drauf.

Beim Test haben sich Klingen ausgezeichnet, mit der Aegis auch von weiter weg an Kontrahenten ran kommt und schnell ein zwei Schläge setzen kann, bevor sie wieder wegdasht.

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Insgesamt findet Ihr aber eine reichliche Auswahl an Waffen, die zum Beispiel auch Elementschaden anrichten können.

Gelevelt wird klassisch über Erfahrungspunkte, die Ihr genretypisch nach dem Ableben alle verliert, bis Ihr sie einmalig wieder aufgelesen habt. Zum Glück stellte sich "Steelrising" im Test als nicht ganz so hart heraus, sodass großen Obermotzen gut und gern auch beim ersten Versuch das Öl auslief.

Einige Gegner greifen Euch auch gern mal im Verbund an. Das könnt Ihr Euch aber zunutze machen, denn mit ihren Attacken können sie sich auch gegenseitig verletzen.
Einige Gegner greifen Euch auch gern mal im Verbund an. Das könnt Ihr Euch aber zunutze machen, denn mit ihren Attacken können sie sich auch gegenseitig verletzen.  © Nacon Gaming

Fazit zu Steelrising

Als ich das erste Mal Aegis steuern konnte, fühlte sich das für mich ziemlich befremdlich an. Die Bewegungen waren etwas sperrig, das Quietschen der einzelnen Teile hörte sich seltsam an. Spätestens nach ein paar Stunden integrierte sich der Fakt, eine Maschine zu sein, perfekt in das gebotene und unverbrauchte Szenario.

Nach einigen nicht so gelungenen Vertretern des Genres fühlt sich "Steelrising" wieder wie ein würdiger Vertreter an, auch wenn nicht alles perfekt ist. Die Grafik kann in einigen Teilen zwar schon glänzen - wirkte in Sequenzen zum Beispiel aber fehlerhaft und altbacken.

Auch lässt die Gegnervielfalt etwas zu wünschen übrig. Zudem stellten sich einige Blechkontrahenten ziemlich dämlich an und ignorierten mich, selbst wenn ich direkt vor ihnen stand. Trotzdem: "Steelrising" hat mir Spaß gemacht und ist nicht nur für Fans von Soulslikes einen Blick wert.

Titelfoto: Nacon Gaming

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