Dank seiner Technik kann man Pakete verfolgen: Das ist der Tracking-Macher aus Dresden

Dresden - ECD? Das könnte für alles Mögliche stehen. Tatsächlich verbirgt sich dahinter ein Stück digitaler Gegenwart - und Zukunft. Die Firma Electronic Components Dresden stellt Tracking-Geräte her. 

Hat ganz bescheiden angefangen: Klaus-Peter Orth (62) hatte bei der Firmengründung von ECD 1997 insgesamt 17 Mitarbeiter, heute sind es fast 80.
Hat ganz bescheiden angefangen: Klaus-Peter Orth (62) hatte bei der Firmengründung von ECD 1997 insgesamt 17 Mitarbeiter, heute sind es fast 80.  © Holm Helis

Tracking, was? Wer schon einmal übers Internet bestellt und nachverfolgt hat, wo sich die Sendung gerade befindet - die GPS-Tracker von ECD sind genau die Technik, die das ermöglicht. Die unscheinbaren Kästchen zeichnen unter anderem Bewegung und Temperatur auf und übertragen die Daten drahtlos.

Vor allem ermöglichen sie die Ortung des Gegenstandes, an dem sie angebracht sind. "Die Corona-App funktioniert mit einer vergleichbaren Technik. Im Grunde machen wir nichts anderes", erklärt Geschäftsführer Klaus-Peter Orth (62).

Er hat die Firma 1997 mit 17 Mitarbeitern und dem Produktionsschwerpunkt Kabelfertigung gegründet. Ein Jahr später erweiterte er die Produktpalette um Leiterplattenbestückung. Beides gehört auch heute noch zum Kerngeschäft.

Bei den Leiterplatten laufen fünf Produktionslinien vollautomatisch, die Kabelkonfektionierung funktioniert teilweise noch in Handarbeit.

Weitere Felder sind Elektronikentwicklung, LED-Lösungen und Gerätemontage. Zu den rund 200 aktiven Kunden gehören Bosch, ABB, Infineon oder General Electric.

Die Kabelfertigung läuft noch im Handbetrieb. Leiterplatten werden maschinell bestückt.
Die Kabelfertigung läuft noch im Handbetrieb. Leiterplatten werden maschinell bestückt.  © Holm Helis

Aktuell setzt ECD mit 70 Mitarbeitern und sieben Auszubildenden rund acht Millionen Euro jährlich um und will weiter wachsen.

Bisher eher ein Nice-to-have entwickeln sich GPS-Tracker momentan in vielen Bereichen zum Standard, sagt Klaus-Peter Orth. Eine Umsatzsteigerung um zwei Millionen Euro für 2021 hat er fest im Plan.

Titelfoto: Holm Helis

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