Makellos: Wie diese Influencer den kompletten Markt revolutionieren (könnten)!

Los Angeles - Beängstigend schön und ganz schön beängstigend. Der Influencer-Markt hat sich in den vergangenen Jahren zunächst selbst erschaffen und danach rasant weiterentwickelt. Auf alle Etablierten im Influencer-Business rollt nun jedoch eine im wahrsten Sinne des Wortes unwirkliche "Gefahr" zu.

Echt oder nicht echt? Tatsächlichhandelt es sich um virtuelle Models.
Echt oder nicht echt? Tatsächlichhandelt es sich um virtuelle Models.  © Screenshot/Instagram lilmiquela

"Lilmiquela" und "blawko22" sind zwei relativ neue Sterne am Mode-Himmel.

Eine trendige und bei Modelabels immer häufiger gebuchte, junge und vor allem dem Zeitgeist angepasste hübsche Frau und ein durchtrainierter, geheimnisvoller junger Mann. Sie sind Teil einer neuen Influencer-Bewegung.

Während Miquela Sousa bereits an der 3-Millionen-Follower-Marke kratzt, liegt der smarte Blawko bei noch überschaubaren 153.000 Insta-Fans.

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Dennoch sind die beiden exemplarisch für eine neue Influencer-Generation. Die der künstlichen Intelligenz!

Denn sowohl Miquela als auch Blawko sind vollständig virtuell erschaffende "Persönlichkeiten".

Klingt gruselig, ist aber so. Das, was die beiden machen, gefällt immer mehr jungen Menschen - und damit lässt sich, natürlich, ordentlich Kasse machen.

"Wo hast Du die Bluse her?"

Die Digital-Models werben inzwischen für zahlreiche Modelabels, shooten "neben" internationalen Größen wie Supermodel Bella Hadid (24).

Eine Entwicklung, die den Influencer-Markt ordentlich aufmischen könnte, ja wohl sogar wird. 2016 erschaffen, gab es zwei Jahre später das "Coming-Out" von Miquela. Sie sei kein Mensch, wohl aber eine Person. Oder?

Dem Hype tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil. "Wo hast Du die Bluse her?" lauten Fragen unter ihren Posts.

Der ohnehin schon überhitzte Markt bekommt nun also noch eine weitere Komponente. Eine, die es den "fleischgewordenen" Models und Gesichtern immer schwerer macht.

KI-Influencer bieten massenhaft Vorteile gegenüber "echten" Menschen

Mit einem der Zeit angepassten makellosen Körper, kann man schließlich, wenn überhaupt, nur Schritt halten. Und das auch nicht ewig.

Hinzu kommt, dass die virtuellen Varianten letztlich auch kostengünstiger sind. Shootings finden online statt, Flugreisen, besondere Locations, Stylisten und sämtlicher "Schnickschnack" entfällt. Hinzu kommt, dass die Virtual-Models nahezu immer abrufbar sind, immer top aussehen, oder ihr Aussehen an die Kampagne angepasst beliebig ändern können.

Oder es wird einfach zu einem bereits existierenden "Avatar" desselben Schöpfers gewechselt.

Bots soll Kommunikation möglich machen, Miquela Sousa und Blawko22 Vorreiter

Auch die Kommunikation zwischen Model und Follower soll angegangen werden und birgt riesige Potenziale. Über Bots könnten sich die Avatare zeitgleich mit jedem Fan und Follower beliebig lang austauschen, Tipps geben, zu einer Art besten Freundin oder besten Kumpel in der sonst so abgeschirmten Mode-Welt werden.

Es klingt alles so wahnsinnig nach Science-Fiction und aufregend. Ein mulmiges Gefühl bleibt dennoch. Beängstigend schön eben...

Titelfoto: Screenshot/Instagram lilmiquela, Screenshot/Instagram blawko22

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