15 Elefanten sterben durch Gift-Tomaten: Bauern unter Verdacht

Von Joseph Maina, Kristin Palitza

Nairobi (Kenia) - In Kenia sind nach Angaben der nationalen Parkbehörde 15 Elefanten mutmaßlich durch den Verzehr vergifteter Tomaten gestorben. Labortests hätten nachgewiesen, dass das gefährliche Zellgift Cyanid für den Tod der Elefanten verantwortlich sei.

In den Mägen der Dickhäuter seien viele Tomaten gefunden worden. Diese könnten behördlichen Angaben zufolge von Landwirten mit Cyanid besprüht worden sein.  © Christina Peters/dpa

Die Tiere seien zwischen dem 24. Juni und 24. Juli im Amboseli-Nationalpark verendet, der im Süden des ostafrikanischen Landes an Tansania grenzt, teilte die kenianische Parkbehörde Kenya Wildlife Service (KWS) mit.

Auch das dort gelegene Kimana-Schutzgebiet und das Gebiet um die Kuku-Ranch seien demnach betroffen.

Zehn der 15 Dickhäuter hätten laut KWS ähnliche Symptome gezeigt, darunter teilweise Lähmung, die dazu führte, dass die Elefanten nicht mehr aufstehen konnten, bevor sie innerhalb von ein bis zwei Tagen starben.

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Vor allem Elefantenkühe und ihre Kälber seien betroffen. Fünf der 15 Kadaver hätten nach Angaben der Behörde aufgrund von starker Verwesung nicht untersucht werden können.

In dem Naturschutzgebiet sind auch Bauern angesiedelt, auf deren Felder oftmals Elefanten eindringen und die Ernte fressen. Konflikte zwischen Landwirten und Wildtieren sind in dem ostafrikanischen Land daher weit verbreitet. Der genaue Ort, an dem die Dickhäuter vergiftet wurden, ist weiter unklar.

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Nach Angaben der Parkbehörde könne die Cyanid-Kontamination weitreichende Folgen haben, auch für andere Wildtiere und Weidevieh, wie Ziegen und Rinder. Für Menschen bestehe aktuell keine unmittelbare Gefahr.

Erstmeldung vom 29. Juli, 14.59 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 30. Juli, 13.22 Uhr.

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