Tennessee (USA) - Das ist Nächstenliebe! Weil ein gebrechlicher, älterer Herr aus den USA auch mit 78 Jahren noch schuften muss, startete eine seiner Kundinnen eine Aktion, die ans Herz geht.
Als sich Richard Pulley (78) vor ein paar Tagen dem Haus von Familie Smith näherte, wusste er nicht, dass Brittany Smith und ihr Mann diejenigen sein werden, die seinem langen Leben noch einmal Auftrieb verleihen.
Richard, eigentlich seit Jahren im Ruhestand, muss gezwungenermaßen wieder arbeiten. Weil seiner Frau, mit der er seit 56 Jahren verheiratet ist, gekündigt wurde und die Sozialhilfe nicht ausreicht, heuerte der Senior beim Lieferdienst "DoorDash" an.
Dort hatte Familie Smith etwas von Starbucks bestellt, der 78-Jährige brachte es ihnen nach Hause. "Ich schaltete die Kamera an der Tür ein und sah diesen kleinen alten Mann meine Treppe hinaufkommen und … mir sank das Herz", erzählte Brittany TODAY.com.
In ihr sei das Gefühl aufgestiegen, Richard helfen zu müssen. Aber wie? Weil sie seinen Namen nicht kannte, veröffentlichte sie die Kamerabilder bei Facebook. Was folgte, waren Millionen Klicks und Hinweise auf die Identität des 78-Jährigen. Jetzt konnte Brittany loslegen.
32.000 Spender greifen Richard Pulley finanziell unter die Arme
Die US-Amerikanerin besuchte Richard daheim, überreichte ihm nachträglich 200 US-Dollar (etwa 170 Euro) Trinkgeld. Beim Anblick des älteren Ehepaars beschlich sie aber das Gefühl, noch nicht genug getan zu haben.
"Er liebt und umsorgt sie aufrichtig, und sie liebt und umsorgt ihn aufrichtig", sagte die Gönnerin. Weil auch andere Menschen helfen wollten, startete sie eine Spendenkampagne bei GoFundMe.
Dort kamen innerhalb von nur einer Woche rund eine Million US-Dollar von mehr als 32.000 Spendern zusammen.
Sogar Richards Arbeitgeber DoorDash beteiligte sich und spendete stolze 20.000 US-Dollar (circa 17.000 Euro), um ihm für sein Engagement bei der Arbeit zu danken.
Für Richard und seine Frau Brenda ist das Geld ein Segen. Zurück aufs Sofa will der 78-Jährige aber nicht: "Ich werde in den nächsten Tagen wieder an die Arbeit gehen", sagte er.