An Hantavirus gestorbene Frau vorher im Flieger unterwegs: WHO sucht 82 Fluggäste

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Johannesburg - Die Aufregung um das gefürchtete Hantavirus geht weiter: Nachdem bereits drei Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "MV Hondius" infolge des Erregers verstorben sind, könnten sich weitere Menschen damit infiziert haben. Vor allem die 82 Gäste des Fluges 4Z132 werden nun dringend von der Weltgesundheitsorganisation gesucht!

82 Passagiere, die mit einer Airlink-Maschine mit der Flugnummer 4Z132 unterwegs waren, werden dringend von der WHO gesucht.
82 Passagiere, die mit einer Airlink-Maschine mit der Flugnummer 4Z132 unterwegs waren, werden dringend von der WHO gesucht.  © Phill Magakoe / AFP

Der Grund: Am 25. April flog eine Maschine Embraer 190 der südafrikanischen Airline Airlink um 14.40 Uhr (Greenwich Mean Time) vom Flughafen St. Helena nach Johannesburg und erreichte den dortigen Flughafen um 20.31 Uhr (South African Standard Time).

Laut "Aero.de" saß in dem Flieger eine wohl bereits mit dem Hantavirus infizierte Niederländerin (69), die später gemeinsam mit ihrem Mann (70) auf das Schiff ging. Das Ehepaar starb wenig später an den Folgen der Infektion.

Nach bisherigen Erkenntnissen steckte es von insgesamt 147 Gästen fünf Menschen auf der "MV Hondius" an, darunter eine deutsche Person, die ebenfalls starb. Die vier anderen Urlauber klagen über grippeähnliche Symptome wie Fieber, Magen-Darm-Beschwerden, Lungenbeschwerden und Atemnot.

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Nun befürchtet die WHO, dass die Niederländerin auch Flugpassagiere angesteckt haben könnte. "Die Kontaktverfolgung der Passagiere des Fluges wurde eingeleitet", so die Organisation.

Kanaren-Präsident will Schiff nicht anlegen lassen

Das Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" soll nun die Kanaren ansteuern.
Das Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" soll nun die Kanaren ansteuern.  © Arilson Almeida/AP/dpa

In Spanien ist derweil ein regelrechter Streit um das Kreuzfahrtschiff entfacht. Am Dienstagabend teilte das spanische Gesundheitsministerium mit, dass das Schiff die Kanaren anlaufen soll. Die Abstimmung sei im Vorfeld mit WHO und der EU getroffen worden.

Der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo (54), wehrt sich allerdings gegen das Vorhaben der spanischen Zentralregierung und der WHO.

Clavijo habe Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez (54) und Gesundheitsministerin Mónica García (52) per WhatsApp um Gespräche gebeten.

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"Wenn das Risiko wie behauptet gering ist, verstehen wir nicht, warum die Passagiere drei Tage bis zu einem kanarischen Hafen weiterfahren müssen, wenn sie auch von einem Flughafen in Praia (Kap Verde) aus evakuiert werden könnten", sagte er.

Titelfoto: Bildmontage: PHILL MAGAKOE / AFP, Arilson Almeida/AP/dpa

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