Behörden warnen: Todes-Vögel suchen Menschen zu Hause auf

Die Vögel erwarten, von den Menschen gefüttert zu werden.
Die Vögel erwarten, von den Menschen gefüttert zu werden.  © 123RF

Brisbane - Er kann so groß wie ein Mensch werden und gilt als tödlichster Vogel der Welt - einmal aggressiv, kann er selbst ausgewachsene Männer richtig schlimm verletzen. In Australien haben die Menschen große Angst vor dem flugunfähigen Tier. Die Rede ist vom Kasuar.

Vorfälle, bei denen der Laufvogel vor nichts mehr zurückschreckte, häufen sich. Laut der Brisbane Times müssen die Behörden die Tiere regelmäßig in Wohngebieten einfangen und in der Natur wieder aussetzen. Denn der Kasuar treibt sich nicht nur in Vorgärten herum oder pickt in Mülltonnen, nein, er verschafft sich sogar Zugang zu den Häusern.

Und das versetzt die Australier wirklich in Angst und Schrecken, denn Kasuare können nicht nur ganz schön schnell rennen, sie haben auch große, dolchartige Krallen, mit denen sie ihren Opfern lebensgefährliche Verletzungen zufügen können.

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Ein Vogel namens "Ruthie" soll zum Beispiel einen Rentner bedroht haben, weil er in dessen Wohnung wollte. Kurz zuvor erwischte es in der Stadt Tully einen anderen Mann noch übler.

Eigentlich sind sie vom Aussterben bedroht.
Eigentlich sind sie vom Aussterben bedroht.  © 123RF

Denn während "Ruthie" sich im Griff hatte, legte ein männlicher Kasuar dort richtig los.

Sein Opfer musste mit Quetschungen und Prellungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Im April blieb einem Pärchen nichts anderes übrig als sich in der Garage zu verstecken, als der Kasuar zum Angriff ansetzte.

Ruthie wurde mitten in der Wildnis ausgesetzt, der Tully-Kasuar musste nach seiner Attacke in den Wooroonooan-Nationalpark zwangsumziehen.

Doch wenn es nach den Behörden geht, sind die Kleinstadt-Bewohner selbst Schuld an ihren ungebetenen Gästen. Sie hätten die Vögel gefüttert und jetzt würden die Kasuare auf die Menschen zählen, wenn es ums Essen ginge.

Sie warnen nun die Anwohner, den Kasuaren kein Essen mehr zu geben. Nicht nur weil die Laufvögel äußerst gefährlich sein können, sondern auch weil sie vom Aussterben bedroht sind. Diese Warnung gilt übrigens schon seit 2011 - damals hatte ein Hurrikan an der Küste gewütet und den Kasuaren ihren Lebensraum genommen.

„Es ist wichtig, dass die Bürger die Kasuare zu ihrer eigenen Sicherheit, und um das Überleben der Tiere zu gewährleisten, nicht füttern", zitiert Motherboard die australische Ministerin für Nachhaltigkeit, Kate Jones. Über 73 Prozent der 150 bekannten Attacken durch Kasuare fanden statt, weil die Tiere hungrig waren und von den Menschen erwarteten, gefüttert zu werden.

Von Natur aus sind die Laufvögel nämlich eher schüchtern...

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