Junge zockt anstatt zu schlafen: Vater zwingt ihn 17 Stunden lang Videospiele zu spielen

Shenzhen (China) - In den letzten Jahren wird immer mehr über die Auswirkungen von Tablets und Videospielen auf kleine Kinder diskutiert. Ein Vater versuchte seinem Kind exzessive Zeit vor dem Bildschirm auf eine ungewöhnliche Art auszutreiben.

Nach 17-stundenlangem spielen ohne Pause, versprach der Junge nicht mehr zu zocken. (Symbolbild)
Nach 17-stundenlangem spielen ohne Pause, versprach der Junge nicht mehr zu zocken. (Symbolbild)  © vinnstock/123RF

Eine lokale Nachrichtenplattform aus China berichtete, dass ein Vater vor kurzem feststellte, dass sein Sohn statt einzuschlafen lieber an seinem Handy weiter rumspielte.

Der Mann, der nur als Herr Huang beschrieben wurde, wollte dies seinem Sohn austreiben und griff dabei zu ungewöhnlichen Erziehungsmaßnahmen.

Um die Spielerei zu unterbinden, zwang er sein Kind sofort dazu, das Handyspiel durchgehend weiter zu spielen, während der Vater ihm dabei zusah.

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Diese Strafe zog sich ganze 17 Stunden lang. Um 18.30 Uhr am darauffolgenden Tag, bettelte sein Sohn den Vater endlich um Vergebung an, damit er mit dem Gaming aufhören könne.

Anschließend verfasste der Sohn ein schriftliches Versprechen an seinen Vater, in dem er versprach, das Video-Spiel nicht mehr nach seiner Schlafenszeit zu benutzen.

Gaming- und Social-Media-Sucht nimmt auch bei deutschen Kindern zu

In Deutschland hat die Sucht nach Computerspielen und sozialen Medien in den letzten Jahren zugenommen. (Symbolbild)
In Deutschland hat die Sucht nach Computerspielen und sozialen Medien in den letzten Jahren zugenommen. (Symbolbild)  © 103870618/123RF

Auch in Deutschland scheint die Zeit vor Bildschirmen bei Jugendlichen ein ernstes Problem darzustellen.

Laut einer Studie der Krankenkasse DAK und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, hat die Sucht nach sozialen Netzwerken und Computerspielen bei deutschen Minderjährigen seit 2019 zugenommen.

Besonders Jungs scheinen für Gaming-Abhängigkeit anfällig zu sein: Beinahe zwei Drittel der betroffenen Jugendlichen sind männlich.

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DAK-Vorstandschef Andreas Storm sieht dort eine dringende Notwendigkeit einzugreifen: "Wenn jetzt nicht schnell gehandelt wird, rutschen immer mehr Kinder und Jugendliche in die Mediensucht, und der negative Trend kann nicht mehr gestoppt werden."

Titelfoto: vinnstock/123RF

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