Florida (USA) - Nach 21 Jahren im Polizeidienst muss sich die US-Amerikanerin Brandi Tenlen einen neuen Job suchen. Weil ihr Posten im Gerichtsgebäude von Palm Beach County (US-Bundesstaat Florida) offenbar zu wenig Pfeffer hatte, suchte sich Tenlen einen Nebenerwerb. Der wurde ihr zum Verhängnis.
War es das wirklich wert? Über einen Zeitraum von 16 Monaten soll die Beamtin rund 6000 US-Dollar (rund 5200 Euro) verdient haben - mit Bildern und Videos auf einer Fußfetisch-Seite.
Laut CBS12 gaben Kollegen an, dass Tenlen im Dienst ungeniert über ihre schlüpfrige Ader und die veröffentlichten 431 Fotos sowie 59 Videos gesprochen und diese sogar gezeigt habe.
Die Polizistin soll auf den Darstellungen deutlich zu erkennen sein. Mal trug sie Dessous, mal einen Kampfsportanzug. Nackt habe sie sich jedoch nie zur Schau gestellt.
Die Beiträge zeigen Tenlen harmlos auf einem Fahrrad, aber auch beim Zertreten von Obst, lebendigen Insekten oder dabei, wie sie die Kronjuwelen eines Herrn mit Tritten und Kniestößen malträtiert.
Erfahrene Polizistin tritt nach Fußfetisch-Affäre vom Dienst zurück
In mindestens einem Video soll Tenlen ihre Polizei-Uniform getragen und sich dabei gefilmt haben, wie sie ihre Stiefel auszieht, erwähnt, dass ihre Socken feucht seien und auf ihren Beruf anspielt.
Weil die Beamtin auch während der Arbeitszeit mit Geräten ihres Arbeitgebers auf ihr Fetisch-Konto zugriff, E-Mails versendete und sich nach einem abgelehnten Urlaubsantrag krankmeldete, um stattdessen ihre Filmchen zu drehen, wurden interne Ermittlungen eingeleitet.
Tenlen räumte ihr Fehlverhalten währenddessen ein und teilte mit, das Konto und entsprechende Inhalte gelöscht zu haben, nachdem sie von den Ermittlungen Wind bekommen hatte.
Im Dienst befindet sich die US-Amerikanerin trotzdem nicht mehr: "Brandi Tenlen trat während der laufenden Ermittlungen zurück", teilte die Polizei von Palm Beach County mit.