Dieser Uni-Bibliothekar hat ein besonders dickes Fell
Oxford (Großbritannien) - Studieren kann hart sein - ob das verzweifelte Lernen vor einer Klausur oder das erste Mal länger von zu Hause weg sein. An der Bibliothek Lady Margaret Hall der Universität Oxford unterstützt deshalb seit sechs Jahren Kater "Issy" (6), der mit seinem Fell schon die ein oder andere Träne getrocknet hat.
Bibliothekarin und Issys Frauchen Jamie Fishwick-Ford (43) arbeitet bereits seit zehn Jahren an der Lady Margaret Hall.
Vor sechs Jahren hat sich die 43-Jährige dann kurzerhand entschlossen, ihren Sibirischen Waldkater "Isambard Kitten Brunel" zur Arbeit mitzubringen: "An der Uni gibt es die Regel, dass man Hunde zur Arbeit mitbringen darf. Aber ich bin eher der Katzen-Mensch und hab mir deshalb lieber eine Katze angeschafft", erzählt Bibliothekarin Jamie Fishwick-Ford gegenüber der Oxford Mail.
Der Kater darf sich zwar nicht einfach frei auf dem Campus oder in der Bücherei bewegen.
Trotzdem gilt er bei den Studenten mittlerweile als inoffizielles Uni-Maskottchen: "Er bleibt in meinem Büro und kommt nur heraus, wenn Leute ihn streicheln wollen oder wenn ich mit ihm nach draußen gehe, damit er sich bewegen oder mal auf einen Baum klettern kann."
Vor allem für traurige Studenten hat der Sibirische Waldkater ein offenes Ohr
Studenten, die ihre Haustiere vermissen, fragen dabei besonders häufig nach dem flauschigen Bibliothekar: "Es kann schwer sein, wenn man das erste Mal von zu Hause weg und von seinen Haustieren getrennt ist. Und es ist viel einfacher, seine Eltern anzurufen, wenn man sie vermisst, als eben seine Katze."
Dabei ist die Fellnase nicht nur zum Streicheln gut: "Es ist schon oft vorgekommen, dass Leute unter Tränen zu ihm kamen, nachdem sie versehentlich ihre Dissertation gelöscht hatten."
Und selbst Allergiker kommen bei Issy auf ihre Kosten: Der Kater ist nämlich hypoallergen!
In diesem Semester müssen die Oxford-Studenten vermehrt auf den Kater verzichten
Mittlerweile ist der Sechsjährige auch über die Grenzen des Campus hinweg bekannt wie ein "bunter Hund".
Auch deshalb müssen die Oxford-Studenten in der kommenden Zeit vermehrt auf ihren Bibliotheks-Kater verzichten: "Er hat bereits eine lange Liste von Hochschulen, die ihn im Semester zu Besuch haben möchten, daher ist sein Terminkalender im Moment ziemlich voll."
Titelfoto: Fotomontage: 123rf/sharuzzaman, Instagram/fishwickford
