Drei tote Frauen nach Beauty-Eingriffen: Ärzte schlagen Alarm

Costa Rica - Große Aufregung in der "Schweiz Mittelamerikas": In Costa Rica sind innerhalb weniger Tage gleich drei Frauen nach Schönheitsoperationen gestorben. Die Ärzteschaft schlägt Alarm. Im Ausland wachsen die Sorgen.

Mussten die drei Frauen wegen Ärztepfusch sterben? (Symbolfoto)  © 123RF/peopleimages12

Bauchdecke straffen, Pölsterchen an den Armen absaugen und überschüssiges Fett an anderer Stelle einsetzen: für eine 43-Jährige endete der Beauty-Eingriff in einer privaten Klinik tödlich.

Wie Q COSTA RICA berichtete, sei die Dame am vergangenen Freitag "in kritischem Zustand" in ein Krankenhaus in der Hauptstadt San José eingeliefert worden, habe die Folgen der OP aber nicht überlebt. Eine Obduktion soll die Gründe ihres Todes offenlegen.

Bereits am 10. und 15. Januar erging es zwei anderen Frauen (40 und 48 Jahre alt) ähnlich. Auch sie sollen sich für ein schöneres Erscheinungsbild in Privatkliniken in San José unters Messer gelegt haben und seien danach aufgrund schwerwiegender Komplikationen gestorben.

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Die Serie von Todesfällen hat nicht nur im Land Trauer ausgelöst, sondern auch außerhalb Besorgnis und Angst. Denn US-Bürger, Kanadier und auch Europäer reisen für die Schönheit extra nach Costa Rica, wo kosmetische Eingriffe zu erschwinglichen Preisen angeboten werden.

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Kritiker fordern strengere Kontrollen bei Beauty-Eingriffen

Die 43 Jahre alte Patientin wurde nach ihrer OP in einer Privatklinik "in kritischem" Zustand in das Krankenhaus "Hospital México" in San José eingeliefert. Helfen konnte ihr niemand, sie starb.  © Screenshot/Facebook/Hospital México Costa Rica

Besonders im Fokus stehen nun Qualifikation und Ausbildung der behandelnden Mediziner.

Laut Ärztekollegium von Costa Rica, das für die Überwachung der medizinischen und chirurgischen Versorgung im Land zuständig ist, werden immer wieder Beauty-Eingriffe von Allgemeinmedizinern durchgeführt, die nicht über eine Facharztausbildung in der plastischen bzw. ästhetischen Chirurgie verfügen.

"Es ist unsere ethische und rechtliche Pflicht, sofort zu handeln, sobald wir Hinweise auf Verstöße gegen den medizinischen Ehrenkodex feststellen", sagte Elliott Garita Jiménez, Präsident des Ärzteverbands.

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Kritiker fordern nun strengere Kontrollen, klarere Zertifizierungen von Kliniken und Ärzten sowie mehr Transparenz - und das nicht nur in der Hauptstadt San José, sondern überall dort, wo Menschen operativ verschönert werden.

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