US-Großangriff auf Venezuela: Maduro festgenommen und angeklagt

Caracas - Nach dem US-Großangriff auf Venezuela wurde Präsident Nicolás Maduro (63) in die Vereinigten Staaten gebracht und dort bereits angeklagt.

Auch der Flughafen "La Carlota" wurde beschossen.
Auch der Flughafen "La Carlota" wurde beschossen.  © Matias Delacroix/AP/dpa

"Nicolás Maduro und seine Ehefrau Celia Flores wurden im Südbezirk von New York angeklagt", teilte US-Justizministerin Pamela Bondi (60) mit.

Maduro müsse sich demnach unter anderem wegen Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus, Kokainimport und Waffenbesitz verantworten. Maduro und seine Frau müssten sich schon bald auf die "volle Härte des amerikanischen Justizsystems" einstellen, so Bondi.

Der venezolanische Präsident wurde zuvor von US-Streitkräften im Zuge einer Militäroperation festgenommen.

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"Die Vereinigten Staaten von Amerika haben erfolgreich einen Großangriff gegen Venezuela und seinen Präsidenten Nicolás Maduro durchgeführt. Maduro und seine Frau wurden festgenommen und außer Landes gebracht", schrieb Trump auf seiner Plattform "Truth Social".

Trump erklärte weiter, dass die Militäroperation in Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden durchgeführt worden sei. Weitere Informationen zu dem Angriff sollen auf einer Pressekonferenz am Vormittag (Ortszeit) bekannt gegeben werden.

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro (63) wurde laut US-Angaben gemeinsam mit seiner Frau festgenommen und außer Landes gebracht. (Archivbild)
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro (63) wurde laut US-Angaben gemeinsam mit seiner Frau festgenommen und außer Landes gebracht. (Archivbild)  © Ariana Cubillos/AP/dpa
Bewohner der venezolanischen Hauptstadt bringen sich in Sicherheit.
Bewohner der venezolanischen Hauptstadt bringen sich in Sicherheit.  © Matias Delacroix/AP/dpa

Venezuela verurteilt US-Angriff: Offenbar auch Zivilisten getötet

Mitglieder der Präsidentengarde hatten vor dem Präsidentenpalast Stellung bezogen.
Mitglieder der Präsidentengarde hatten vor dem Präsidentenpalast Stellung bezogen.  © Cristian Hernandez/AP/dpa

In der Nacht auf Samstag (Ortszeit) gab es zunächst Berichte über Explosionen und Hubschrauber über der venezolanischen Hauptstadt Caracas.

Auf vom Fernsehsender NTN24 veröffentlichten Bildern waren Explosionen und Rauchwolken zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen.

Die Regierung Venezuelas hatte den Vereinigten Staaten eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele vorgeworfen. Dies stelle eine Verletzung der UN-Charta dar, hieß es in einer Mitteilung der venezolanischen Regierung.

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Im Zuge des Angriffs sollen zudem Menschen ums Leben gekommen sein: "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat", sagte Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez (56) im Staatsfernsehen.

Außerdem wurde landesweit der Ausnahmezustand ausgerufen und die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich gegen "die imperialistische Aggression" zu wehren.

USA und Venezuela: Konflikt spitzte sich zu

Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zuletzt zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen.

Das Militär versenkte zudem eine Reihe von angeblichen Drogenbooten, die Küstenwache beschlagnahmte mit Sanktionen belegte Öltanker. US-Präsident Trump bestätigte zudem einen Angriff auf ein Hafengebiet in dem südamerikanischen Land.

Venezuelas autoritärer Präsident Nicolás Maduro wirft dem Weißen Haus vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen.

Im Oktober hatte Trump öffentlich bestätigt, dass er verdeckte Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt habe. Der US-Präsident erklärte zudem, Maduros Tage an der Staatsspitze seien gezählt.

Erstmeldung vom 3. Januar, 8.26 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 13.58 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: Matias Delacroix/AP/dpa, Ariana Cubillos/AP/dpa

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