Flüchtlingsboot vor italienischer Insel gesunken - Kind wird vermisst
Von Christoph Sator
Lampedusa (Italien) - Kurz vor Erreichen der italienischen Insel Lampedusa ist ein Boot mit mehreren Dutzend Migranten an Bord im Mittelmeer gesunken.
64 Menschen konnten gerettet werden, wie die Küstenwache mitteilte.
Ein Kind aus dem westafrikanischen Staat Sierra Leone werde noch vermisst. Die Chancen, es noch lebend zu finden, werden als äußerst gering beurteilt.
Lampedusa gilt seit vielen Jahren als einer der Brennpunkte der Migrationsbewegung aus Afrika übers Mittelmeer nach Europa. Auf der Überfahrt mit oft kaum seetüchtigen Booten kommen immer wieder Menschen ums Leben.
Allein in diesem Winter, in dem besonders schwere Stürme registriert wurden, wird die Zahl der Toten auf mehr als 1000 geschätzt.
Die traurige Folge: An den Küsten der italienischen Mittelmeerinsel wurden in den vergangenen Tagen mehrfach Leichen angeschwemmt.
Titelfoto: Emilio Morenatti/AP/dpa
