Spektakulärer Louvre-Raub: Neue Spur führt Ermittler nach Belgien
Paris (Frankreich) - Der spektakuläre Juwelenraub aus dem Pariser Louvre beschäftigt die Ermittler weiterhin. Mehr als sieben Monate nach dem Diebstahl von Kronjuwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro führt eine neue Spur nun nach Belgien.
Wie unter anderem Deutschlandfunk berichtet, entdeckten belgische Fahnder auf den Handys mutmaßlicher Frachtdiebe aus Osteuropa Fotos aus dem Inneren des Louvre, darunter auch Aufnahmen der Galerie d'Apollon, in der die wertvollen Schmuckstücke ausgestellt waren. Nun prüfen Ermittler, ob die Verdächtigen Verbindungen zu den vier bereits in Frankreich festgenommenen Tatverdächtigen haben.
Besonders brisant: Die Ermittler befürchten, dass die historischen Schmuckstücke längst auf dem Schwarzmarkt gelandet sein könnten. Im Fokus steht dabei Antwerpen, eines der weltweit wichtigsten Zentren für den Diamantenhandel.
Experten halten es für möglich, dass die Diebe die Juwelen zerlegen ließen, um Diamanten, Rubine und Smaragde einzeln weiterzuverkaufen. Die einzigartigen Schmuckstücke selbst wären damit unwiederbringlich verloren.
Regisseure wittern Filmstoff - Ermittler suchen weiterhin die Juwelen
Der spektakuläre Einbruch hatte im Oktober 2025 weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Die Täter sollen mit einem Lastwagen samt Hebebühne am Louvre vorgefahren, über einen Balkon und ein Fenster ins Museum eingedrungen sein und innerhalb weniger Minuten mehrere Vitrinen geplündert haben. Bei ihrer Flucht verloren sie zwar ein Diadem, der Großteil der Beute blieb jedoch verschwunden.
Die Affäre hatte auch personelle Folgen: Die damalige Direktorin des Louvre trat nach massiver Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen zurück. Der Fall sorgte international für Diskussionen über den Schutz unschätzbarer Kulturschätze.
Die Geschichte ist so spektakulär, dass sogar ein Film über den spektakulären Coup gedreht werden soll. Doch während Regisseure bereits Stoff für einen Thriller wittern, kämpfen die Ermittler weiter um die entscheidende Frage: Wo sind die verschwundenen Kronjuwelen?
Frankreich und Belgien haben ihre Ermittlungen inzwischen gebündelt. Ob die neue Spur tatsächlich zu den verschwundenen Schätzen führt, ist jedoch weiterhin völlig offen.
Titelfoto: Bildmontage: Emma Da Silva/AP/dpa/Stephane De Sakutin/AFP/dpa/IMAGO/Musée du Louvre via Bestimage
