Biarritz (Frankreich) - Im Südwesten von Frankreich ereignete sich am Mittwoch ein schreckliches Unglück. Ein Teil einer Steilklippe brach plötzlich ab und besiegelte das Schicksal einer Frau, die in diesem Moment unterhalb des Felsens einen Tauchgang unternahm. Ein Kollege von ihr wird noch immer vermisst.
Auf ihrem Facebook-Profil schrieb die Stadt Biarritz, dass sich das Drama am Mittwochabend gegen 20.20 Uhr an einem Küstenabschnitt unterhalb des beliebten Leuchtturms der Stadt ereignete.
Kurze Zeit später wurde mitgeteilt, dass die Leiche einer Frau im Wasser gefunden wurde, die offenbar durch den plötzlichen Felsabgang getroffen und erschlagen wurde, heißt es in einem Artikel von "BFMTV". Die Taucherin war in einer Dreiergruppe unterwegs. Einer der Taucher blieb von dem Steinschlag verschont, erlitt jedoch einen schweren Schock. Ein weiterer wird noch immer im Meer vermisst.
Rund 2000 Quadratmeter Felsen stürzten bei dem Unglück ins Meer. Zum Zeitpunkt des Abbruchs hielten sich unzählige Menschen am nahegelegenen Strand von Miramar auf, um den Temperaturen jenseits der 40 Grad Celsius zu entfliehen.
"Wir hörten einen lauten Knall", sagte eine der Badegäste im Interview mit der französischen Nachrichtenagentur AFP. "Wir saßen oft dort, wo der Fels einstürzte, und wir hätten uns nie vorstellen können, dass die Klippe einstürzen könnte."
Mehrere Augenzeugen versicherten den Beamten und den Medienvertretern, dass es keinerlei Anzeichen für den Felsabgang gegeben habe. Im Moment des Unglücks war zudem Ebbe, weswegen sich viele Menschen in der Nähe der Steilklippe aufhielten. Bis auf die drei Taucher ist jedoch niemand zu Schaden gekommen.
Taucher ist einen Tag später noch immer vermisst
Als sofortige Reaktion auf die Tragödie ordnete der Bürgermeister der kleinen Stadt nahe der spanischen Grenze eine Sperrung des nahegelegenen Strandes an. Die Suche nach dem vermissten Taucher wurde in der Nacht unterbrochen und heute Morgen fortgesetzt - bisher jedoch ohne Erfolg.
Noch ist zudem unklar, warum der Fels plötzlich nachgab. Die Ermittlungen der Behörden dauern weiter an.