Frau reist für neue Nase in den Iran und ist den Tränen nahe: "Das war nicht vorhersehbar"

Iran - Die Wunden sind verheilt, die Erinnerungen noch immer präsent. Alma Verseau, eine junge Frau aus Dubai, wollte sich im vergangenen Jahr eine neue Nase machen lassen, reiste dafür mit einer Freundin in den nur einen Steinwurf entfernten Iran. Sie ahnten nicht, dass sie in den Krieg fliegen.

Mit und ohne Pflaster: Für ihre neue Nase nahm Alma sogar Krieg in Kauf.
Mit und ohne Pflaster: Für ihre neue Nase nahm Alma sogar Krieg in Kauf.  © Montage: Screenshots/TikTok/alma.verseau

Damals erklommen die schwelenden Spannungen im Nahen Osten ihren vorläufigen Höhepunkt: Am 13. Juni 2025 startete Israel die "Operation Rising Lion", griff gezielt militärisches Gebiet und Anlagen des iranischen Atomprogramms an. Der Mullah-Staat wehrte sich, zwölf Tage dauerten die Kämpfe. Alma Verseau war mittendrin.

"Seltene Ästhetik: Du bist mit deiner besten Freundin für eine Nasenkorrektur in den Iran gereist und steckst dort im Krieg fest", schrieb Alma zu einem TikTok, das sie erst kürzlich veröffentlichte und wofür sie bereits mehr als zwei Millionen Likes bekam.

Es zeigt die beiden Frauen, wie sie aufgelöst in ihrem Hotelzimmer in der iranischen Hauptstadt Teheran herumlaufen. Alma scheint den Tränen nahe, hält sich geschockt die Hand vor den Mund und die bandagierte Nase.

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"Das war nicht vorhersehbar", versuchte Alma sich die Reise ins Krisengebiet gegenüber der New York Post schönzureden. TikTok-User wollten ihr das nicht abnehmen, kritisierten den Trip und fragten, warum sie für den Eingriff nicht etwa ins Beauty-Mekka Türkei geflogen ist.

Für eine Nase zum Schnäppchenpreis musste Alma eben Opfer bringen

Alma entgegnete ihren Kritikern, dass sie unbedingt zu jenem Arzt wollte, der auch ihrer Freundin eine neue Nase verpasst hatte. "Der Eingriff war wirklich gut", resümierte sie am Ende - Lebensgefahr hin oder her.

Laut US-Behörde "National Center for Biotechnology Information" gelte Teheran als Welthauptstadt für Nasenkorrekturen. Einen neuen Zinken gebe es dort schon in der Preisspanne von umgerechnet 1300 bis 3000 Euro. Für eine OP in der Türkei müsse man dagegen bis zu 4700 Euro berappen, in den USA beinahe doppelt so viel.

Bis auf den Raketenalarm und jede Menge Angst hatte sich die Reise für Alma also gelohnt.

Titelfoto: Montage: Screenshots/TikTok/alma.verseau

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