Nahost-Konflikt: Krieg soll laut Weißem Haus bis zu sechs Wochen dauern

Iran - Rund eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran und den Gegenschlägen des iranischen Militärs zeigen sich beide Seiten unnachgiebig. US-Präsident Donald Trump (79) schloss ein Abkommen mit Teheran zur Beendigung des Konflikts aus.

Bewaffnete kurdische Freiwillige stehen während einer nächtlichen Patrouille an einem Kontrollpunkt Wache. (Archivbild)
Bewaffnete kurdische Freiwillige stehen während einer nächtlichen Patrouille an einem Kontrollpunkt Wache. (Archivbild)  © Baderkhan Ahmad/AP/dpa

Stattdessen fordere er "bedingungslose Kapitulation", wie er auf seiner Plattform Truth Social schrieb. Er erneuerte zudem seinen Anspruch, bei der Auswahl der künftigen Staatsführung im Iran mitzubestimmen.

Von israelischer Seite hieß es, die Angriffe gingen in eine nächste Phase über. "In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen", sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir Militärangaben zufolge.

Seit vergangenem Wochenende habe Israels Luftwaffe in der nun abgeschlossenen "Überraschungsangriffsphase" rund 2500 Angriffe im Iran ausgeführt, die Lufthoheit erlangt und mehr als 60 Prozent der Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört.

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Israel Krieg Erster Evakuierungsflug aus Nahost in Deutschland gelandet!

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) stellte eine weitere Intensivierung der Angriffe in Aussicht.

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6. März, 20.41 Uhr: Krieg soll laut Weißem Haus plötzlich bis zu sechs Wochen dauern

Im Konflikt mit dem Iran geht das Weiße Haus mittlerweile von einer Kriegsdauer von vier bis sechs Wochen aus. Das sagte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt (28), in Washington vor Journalisten.

"Und wir sind auf dem besten Weg, diese Ziele zu erreichen." In dem seit Samstag laufenden Krieg mit dem Iran änderte die US-Regierung damit zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur Kriegsdauer.

Die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt (28), spricht auf einmal von bis zu sechs Wochen Krieg.
Die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt (28), spricht auf einmal von bis zu sechs Wochen Krieg.  © Andrew Leyden/ZUMA Press Wire/dpa

6. März, 20.33 Uhr: Iranische Milizen könnten Hotels im Irak angreifen

Die US-Botschaft im Irak warnt davor, dass iranische Terrormilizen bei Ausländern beliebte Hotels in der irakischen Region Kurdistan angreifen könnten.

Amerikanische Bürger wurden dazu aufgerufen, das Land so bald wie möglich zu verlassen, wie aus einer entsprechenden Mitteilung der US-Botschaft im Irak hervorgeht. US-Bürger, die das Land nicht verlassen können, sollten sich "für längere Zeit an einem sicheren Ort aufhalten".

6. März, 19.43 Uhr: Offenbar Kommandozentrale der Revolutionsgarden im Libanon angegriffen

Israels Militär hat nach eigenen Angaben eine Kommandozentrale der iranischen Revolutionsgarden in den südlichen Vorstädten Beiruts angegriffen.

Diese sei von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzt worden, teilte die Armee mit. In den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt seien auch drei Kommandozentralen der Schiitenmiliz angegriffen worden, hieß es weiter.

6. März, 19.38 Uhr: Russland liefert Iran laut Medienberichten Infos über US-Militär

Russland liefert dem Iran Medienberichten zufolge Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten.

Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten der US-Sender CNN und die Washington Post unter Berufung Personen, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut seien.

"Es scheint sich um eine ziemlich umfassende Maßnahme zu handeln", zitierte die Washington Post eine der befragten Personen. CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt wurden.

Mischt Kreml-Herrscher Putin (73) jetzt auch im Iran-Krieg mit?
Mischt Kreml-Herrscher Putin (73) jetzt auch im Iran-Krieg mit?  © -/Kremlin/dpa

6. März, 19.33 Uhr: Frankreich verlegt Hubschrauberträger in Krisenregion

Angesichts des Iran-Kriegs verlegt Frankreich neben dem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer.

Dieser solle die von Paris bereits entsandten militärischen Kräfte verstärken, teilte der Generalstab der Streitkräfte mit.

Angesichts des Iran-Kriegs verlegt Frankreich neben dem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer. (Archivbild)
Angesichts des Iran-Kriegs verlegt Frankreich neben dem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer. (Archivbild)  © Stephane Lemouton/Pool Bestimage/dpa

6. März, 19.30 Uhr: UN-Chef fordert Ende des Iran-Kriegs

UN-Generalsekretär António Guterres (76) fordert ein sofortiges Ende des Iran-Kriegs.

"Es ist Zeit, die Kämpfe zu beenden und zu ernsthaften Verhandlungen zurückzukehren", sagte Guterres laut Mitteilung in New York. Die Angriffe seien "rechtswidrig", führten zu "enormem Leid" bei der Bevölkerung in der Region und stellten eine große Gefahr für die Weltwirtschaft dar. "Die Situation könnte außer Kontrolle geraten", warnte der UN-Chef. "Das Risiko könnte gar nicht höher sein."

UN-Generalsekretär António Guterres (76) will ein sofortiges Ende des Iran-Kriegs.
UN-Generalsekretär António Guterres (76) will ein sofortiges Ende des Iran-Kriegs.  © Bianca Otero/ZUMA Press Wire/dpa

6. März, 18.27 Uhr: US-Außenminister rechnet wohl mit mehreren Wochen Krieg

US-Außenminister Marco Rubio (54) geht laut einem Medienbericht davon aus, dass der Krieg im Iran noch mehrere Wochen dauern wird.

Das teilte er arabischen Außenministern in einer Reihe von Telefonaten mit, wie das Portal Axios unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Rubio sagte demnach, der derzeitige Fokus der Angriffe liege auf den Raketenwerfern, Lagerbeständen und Fabriken des Irans.

US-Außenminister Marco Rubio (54) macht keine Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende.
US-Außenminister Marco Rubio (54) macht keine Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende.  © Douglas Christian/ZUMA Press Wire/dpa

6. März, 17.46 Uhr: Mindestens ein Toter bei israelischen Angriffen auf südlibanesische Stadt Tyros

Bei israelischen Angriffen in Tyros im Südlibanon ist mindestens ein Mensch getötet worden. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort sah, wie Rettungskräfte mindestens eine Leiche bargen.

Die Angriffe ereigneten sich nahe den zum Unesco-Welterbe gehörenden römischen Ruinen der Stadt. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, "feindliche Kampfflugzeuge" hätten "einen Angriff auf das Runinenviertel" von Tyros "nahe des palästinensischen Flüchtlingslagers Bass" ausgeführt.

6. März, 17.43 Uhr: Netanjahu stellt stärkere Angriffe gegen Israels Gegner in Aussicht

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat eine weitere Intensivierung der Angriffe seines Landes gegen dessen Gegner in Aussicht gestellt.

Für das militärische Vorgehen brauche es vor allem drei Dinge: "erstens Entschlossenheit, zweitens Initiative und drittens List", sagte Netanjahu. Davon habe Israel "reichlich", und der Feind habe dies bereits festgestellt.

Dieser werde diese Fähigkeiten "noch viel stärker" zu spüren bekommen, sagte der Regierungschef weiter. Israel sei zudem auf dem Weg, alle seine Missionen zu vollenden. Weitere Details zu möglichen nächsten Schritten nannte Netanjahu allerdings nicht.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) droht den Feinden seines Landes.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) droht den Feinden seines Landes.  © Gil Cohen Magen/Pool SIPA via AP/dpa

6. März, 16.51 Uhr: Israel warnt seine Bürger vor der Gefahr iranischer Streubomben

Die israelischen Behörden haben ihre Bürger vor der Gefahr durch iranische Streubomben gewarnt. Die Polizei veröffentlichte am Freitag einen Aufruf, in dem einer ihrer Bombenentschärfungstechniker die Gefahren von Streubomben erläuterte.

Israel sei im aktuellen Krieg einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt, "seien es Raketen, Drohnen oder Raketen", sagt der Experte. Eine dieser Bedrohungen sei "etwas weniger bekannt", nämlich die "Gefahr von Streumunition".

Titelfoto: Andrew Leyden/ZUMA Press Wire/dpa

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