Freund fährt seine Partnerin nicht zum Flughafen und wird verklagt!

Neuseeland - Ein neuseeländisches Schiedsgericht hat die Klage einer Frau abgewiesen, die von ihrem langjährigen Freund tatsächlich Schadensersatz gefordert hatte, dass er sie nicht - wie abgemacht - zum Flughafen gefahren hatte.

Aus Sicht der Frau wurde zwischen ihr und ihrem Freund ein mündlicher Vertrag geschlossen. Das Gericht entschied anders. (Symbolbild)
Aus Sicht der Frau wurde zwischen ihr und ihrem Freund ein mündlicher Vertrag geschlossen. Das Gericht entschied anders. (Symbolbild)  © 123RF/liudmilachernetska

Nach über sechs gemeinsamen Jahren steht diese Beziehung wohl vor einer gewaltigen Prüfung. Dass ein solcher Streit überhaupt vor Gericht landen konnte, ist umso kurioser.

Die Ausgangslage klingt simpel: Weil die Frau mit einigen Freunden ein Konzert besuchen wollte, hatte sie sich Flugtickets gekauft und ihren Freund angewiesen, sie zum Flughafen zu fahren und in ihrer Abwesenheit auf ihre Hunde aufzupassen, heißt es in dem Urteil des für private Streitigkeiten zuständigen "Disputes Tribunal".

Doch ihr Kerl kam der Bitte nicht nach und versetzte sie vor ihrem Abflug. Sie verpasste ihren Flieger und musste deshalb noch draufzahlen, um einen Tag später ihre Reise doch noch antreten zu können. Auch in Sachen der Hunde war kein Verlass auf ihren Freund und sie musste ihre Vierbeiner für die Reisedauer kostenpflichtig in einem Zwinger unterbringen.

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Nach ihrer Rückkehr griff sie zu einem drastischen Schritt und zog vor das Schiedsgericht, wo sie von ihrem Partner die Erstattung ihrer Mehrkosten einforderte. Schließlich wurde aus ihrer Sicht ein mündlicher Vertrag abgeschlossen.

Das Gericht beschäftigte sich mit dem Fall, kam aber zu einem anderen Schluss. Aus dessen Sicht gibt es keine Hinweise darauf, dass der Freund rechtlich an sein Versprechen gebunden gewesen war. Zudem sei es nichts Neues, dass sich Freunde nicht an Abmachungen halten.

"Obwohl ein Versprechen gemacht wurde, ist es kein Vertrag", erklärte das "Disputes Tribunal".

Titelfoto: 123RF/liudmilachernetska

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