Er filmte Raketen am Himmel: Dubai-Tourist droht Haftstrafe

Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) - Ein britischer Tourist filmte in Dubai iranische Raketen - jetzt droht ihm eine Haftstrafe.

In Dubai droht nun einem britischen Touristen (60) eine Haftstrafe. (Archivfoto)
In Dubai droht nun einem britischen Touristen (60) eine Haftstrafe. (Archivfoto)  © Fatima Shbair/AP/dpa

Wie die britische Zeitung Mirror berichtet, befand sich ein 60-jähriger Mann aus London im Urlaub in Dubai, als es zu einem Angriff aus dem Iran kam.

Als der Mann die Raketen am Himmel bemerkte, soll er diese mit seinem Handy gefilmt haben - ein fataler Fehler, wie sich später herausstellen sollte.

Denn der Londoner gehört zu 21 Personen, die beschuldigt werden, gegen die strengen Gesetze der Vereinigten Arabischen Emirate verstoßen zu haben.

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Ihnen wird vorgeworfen, Raketen im Flug gefilmt und entsprechende Inhalte in sozialen Medien verbreitet zu haben.

Bei einer Verurteilung drohen den Beschuldigten bis zu zwei Jahre Haft.

60-Jähriger löschte sämtliche Aufnahmen

Am 28. Februar 2026 schlug ein Geschoss in Dubai ein.
Am 28. Februar 2026 schlug ein Geschoss in Dubai ein.  © - / AFP

Der 60-Jährige wurde am Montag in Dubai festgenommen. Nach Angaben der Behörden soll er das Videomaterial auf Nachfrage sofort von seinem Handy gelöscht haben.

Der Mann beteuert, nicht gewusst zu haben, dass das Filmen und mögliche Verbreiten solcher Aufnahmen eine Straftat darstellt.

Dennoch wird er nun entsprechend angeklagt - und zwar wegen "Verbreitung, Veröffentlichung, Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von Gerüchten oder provokativer Propaganda, die die öffentliche Sicherheit gefährden könnte".

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Die Staatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate warnte Ende Februar in einem Facebook-Beitrag davor, Gerüchte und Informationen unbekannter Herkunft über soziale Medien oder andere Technologien zu verbreiten.

"Wer Inhalte unbekannter Herkunft teilt oder weiterverbreitet, macht sich gemäß den geltenden Gesetzen strafbar, auch wenn er nicht der Urheber ist", heißt es.

Titelfoto: Bildmontage: Fatima Shbair/AP/dpa, - / AFP

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