Durham (England) - Ein kleiner Junge übergibt sich ständig, doch kein Arzt nimmt die Situation richtig ernst. Für die Mediziner ist die Sache schnell klar: Der einjährige Finley verträgt einfach keine Kuhmilch. Ein fataler Irrtum, der das Kind fast das Leben gekostet hätte.
Kurz nach seinem ersten Geburtstag begann das Drama. Der kleine Finley musste sich plötzlich mehrmals am Tag heftig übergeben. Seine Mutter Melinda (32) suchte verzweifelt Rat bei Ärzten und im Krankenhaus, wurde aber immer wieder vertröstet.
Mal sollte es eine Milch-Allergie sein, mal ein harmloser Magen-Darm-Infekt oder eine Kinderkrankheit. Selbst als der Junge einen Krampfanfall erlitt und Blut erbrach, schickte man die Familie wieder nach Hause.
Doch der Instinkt einer Mutter ließ sich nicht täuschen. Melinda spürte, dass mit ihrem Sohn etwas ganz und gar nicht stimmte, wechselte die Klinik und erzwang eine genauere Untersuchung.
Erst auf der neurologischen Station einer Spezialklinik schöpften die Ärzte Verdacht und ordneten einen CT-Scan an. Dann folgte der Schock im Sprechzimmer: Finley hatte einen seltenen, hochaggressiven Hirntumor am Übergang zur Wirbelsäule.
Finley kämpft sich tapfer zurück
Innerhalb von 24 Stunden musste der kleine Finley operiert werden. Die Chirurgen schafften das Wunder und entfernten das Geschwür komplett.
Danach folgten monatelange, kräftezehrende Chemotherapien und endlose Wochen auf der Krebsstation, die der kleine Kämpfer tapfer durchstand.
Heute ist Finley zwei Jahre alt und flitzt wie ein ganz normaler, aufgeweckter Junge durch die Wohnung. Die Erleichterung ist groß, doch die Angst bleibt der tägliche Begleiter der Familie.
Weil das Rückfallrisiko bei dieser aggressiven Krebsart in den ersten zwei Jahren extrem hoch ist, muss Finley alle drei Monate zum Kontroll-Scan.
Jedes Mal hält die Familie aufs Neue den Atem an. Doch Melinda möchte anderen Eltern Mut machen und zeigt deshalb ihre Geschichte und die ihres Sohnes auf TikTok.