Affären mit Häftlingen: Gefängniswärterin muss selbst in den Knast

Wellingborough - In einem Gefängnis in England hat eine Wärterin mehrere unangemessene Beziehungen zu Insassen gehabt und muss dafür nun selbst hinter Gitter.

Aimee Duke (26) hatte trotz ihrer Position als Gefängniswärterin Affären zu zwei Insassen.
Aimee Duke (26) hatte trotz ihrer Position als Gefängniswärterin Affären zu zwei Insassen.  © Montage: danielt1994; Northamptonshire Police

Die verurteilte 26-jährige Aimee Duke baute laut DailyStar eine Beziehung zu einem Häftling auf und verhielt sich weiteren gegenüber unpassend.

Duke trat April 2022 ihre Stelle als Justizvollzugsbeamtin im HMP Five Wells an, so die Northamptonshire Police. Noch im selben Jahr fand man bei einer Durchsuchung ihrer Geldbörse, die Identifikations-Nummer eines Häftlings.

Daraufhin wurden die Überwachungsaufnahmen näher gecheckt. Die Behörden stellten fest, wie sie in einigen Zellen verschwand, obwohl es zu dem Zeitpunkt keinen Grund für einen dienstlichen Besuch gab.

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An einem Tag sei sie sogar in eine Einzelzelle gegangen, aber mit mehreren Gefangenen wieder herausgekommen.

Auf ihrem Handy, das ebenfalls kontrolliert wurde, gab es weitere Hinweise auf Affären: "Ich möchte, dass wir hundertprozentig zusammen sind", schrieb ihr ein Insasse.

In einer anderen SMS antwortete Aimee "Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen." Neben den Nachrichten wurden noch weitere Nachrichten zwischen ihr und zwei Inhaftierten gefunden.

Verlust der Autorität muss bestraft werden

In beiden Fällen bekannte sich die Beamtin gegenüber dem Crown Court in Northampton schuldig. Obwohl Aimee Reue zeigt, betont Richard Cornell, der leitende Ermittler, die Folgen der Tat - insbesondere da sie eine Autoritätsperson im Gefängnis sei.

"Ich hoffe, dieses Urteil sendet ein deutliches Signal an all jene, die in verantwortungsvollen Positionen das öffentliche Vertrauen untergraben wollen: Solches Verhalten wird mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt", sprach er.

Am Dienstag wurde Aimee Duke für ihre Taten zu zwölf Monaten Haft verurteilt.

Titelfoto: Crown Court in Northampton

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